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7 Zeichen für einen guten Hosting-Anbieter

30
Aug

2017
SENTINEL
SENTINEL IT-Blog: Know-How
- Aug 2017
- Keine Kommentare

Die Suche nach einem passenden IT-Dienstleister für Unternehmen kann lang und anstrengend sein. Schließlich gibt es unzählige Technologien und Methoden, um Hosting für Windows-Umgebungen umzusetzen. Allerdings gibt es sieben entscheidende Fragen, die Sie Ihrem Anbieter stellen sollten. Denn so erkennen Sie schnell, ob das Angebot und die Arbeitsweise des IT-Dienstleisters zu Ihren Bedürfnissen und Systemen passt.

Unterstützt der Anbieter alle wichtigen Serversysteme?

Auch Server haben ein Betriebssystem. Und im Gegensatz zu dem Windows-System oder der Linux-Distribution auf Ihren Arbeitsrechnern sind die Betriebssysteme für Server sehr viel komplexer und umfangreicher, aber natürlich auch leistungsstärker. Idealerweise sollte Ihr Hosting-Anbieter Serversysteme von 2008 R2, 2012 R2 bis Windows Server 2016 beherrschen und auch neuen Innovationen offen gegenüberstehen. Optional bietet er Ihnen auch noch Datenbanken wie Microsoft SQL Server 2014, mit denen Sie arbeiten können. Am wichtigsten ist allerdings, dass sich Ihr Anbieter die Zeit nimmt, Ihnen die Vorteile der einzelnen Serversysteme zu erklären und gemeinsam mit Ihnen die beste Variante für Ihr Unternehmen zu finden.

Wie wird die Lizenzierung abgerechnet?

Gerade bei Windows-Server, aber auch bei vielen anderen Herstellern von Betriebssystemen, spielen die Lizenzen eine große, wichtige Rolle. Für normale PCs lassen sich Lizenzen in der Regel einmalig anschaffen oder auf Jahresbasis abrechnen. Gute Hosting-Provider machen Sie flexibel und unabhängig: Monatliche Windows-Lizenzen machen viele Anwendungen möglich und Sie müssen sich idealerweise nicht um die Verwaltung der Lizenzen kümmern. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, über uns die Windows-Lizenz zu mieten – genau so lange, wie Sie das Angebot auch brauchen.

Kann die Nutzung erweitert und reduziert werden?

Im Unternehmensumfeld lassen sich die Anforderungen oft nur mittelfristig planen. Spätestens nach einigen Monaten ändert sich der Bedarf oft, und wenn es nur die gewöhnlichen 10% Datenwachstum sind. Dann stellt sich die Frage: Kann der Hosting-Anbieter sich an Ihren Bedarf anpassen? Können Ressourcen erweitert oder reduziert werden? Gute Anbieter haben neben den langfristig günstigeren Vertragsmodellen für eine dauerhafte Ressourcen-Reservierung auch ein Pay-per-Use (oder „Pay-as-you-Go“) Angebot, bei dem Sie Serverressourcen bei Bedarf anmieten können, ohne sich langfristig vertraglich zu binden. Der richtige Hosting-Anbieter kann Ihnen einerseits die Kosten für langfristig reservierte Ressourcen, als auch den Preis für kurzfristig benötigte Server-Ressourcen aufzeigen. Oft lohnt sich auch ein Modell, bei dem die Nutzung aus beiden Varianten gemischt wird.

Wird der Server durch eine separate Firewall mit UTM-Funktionen geschützt?

Sicherheit ist alles. Der Server allein bietet zwar schon einige Hindernisse für Viren und Schadsoftware, aber eine dedizierte Firewall schützt den Netzwerkverkehr bereits vor den Serversystemen. Eine guter Hosting-Anbieter trennt das Servernetzwerk durch eine UTM-Firewall vom Internet und erlaubt nur einzelne, gut gesicherte Schnittstellen nach außen. Damit kommunizieren Ihre Server sicher untereinander und besonders Datenbanken, ERP-Systeme, DMS-System usw. können betrieben werden, ohne dass befürchtet werden muss, dass die Server angegriffen werden können. Gerade bei branchenspezifischer und Nischen-Software ist dies wichtig: In solchen Anwendungen klaffen oft monatelang Lücken, bevor die Hersteller reagieren.
Ein guter Hosting-Anbieter bietet Ihnen also die Option Ihre Server durch eine Firewall zu schützen. Bei richtig guten Anbietern ist die Firewall redundant ausgelegt, so dass im Falle einer Störung kein Ausfall eintritt.

Darüber hinaus gibt es zusätzliche Möglichkeiten, um Ihr Netzwerk noch sicherer zu machen. Diese Angebote und Maßnahmen machen ebenfalls einen guten Anbieter aus:

  • regelmäßige Serverupdates
  • automatisierte Backups
  • integrierte Virenschutzprogramme
  • umfangreicher, leicht erreichbarer Support

Kann der Hoster eine Standortanbindung realisieren?

Die Verbindung vom Server zum eigenen Standort sollte nicht nur sicher, sondern auch schnell sein. Eine Standortanbindung vom Server zu Ihrem Unternehmen stellt sicher, dass der Datenaustausch reibungslos funktioniert. So können Sie jederzeit unkompliziert auf Ihre Daten zugreifen und profitieren von der stabilen Direktverbindung zwischen der Firma und den Serversystemen. Auch beim Cloud-Hosting für Unternehmen spielt eine gut eingerichtete Anbindung eine wichtige Rolle und ermöglicht mit ihrer hohen Bandbreite das unkomplizierte Arbeiten – selbst, wenn sehr viele Nutzer gleichzeitig auf den Server zugreifen. Einen guten Anbieter zeichnet aus, dass Standorte nicht nur über VPN, sondern bei Bedarf auch über direkte Leitungen angebunden werden können, wie zum Beispiel:

  • die Anbindung von Cloud-Servern über MPLS
  • eine direkte DarkFibre in die Cloud
  • oder eine TAL Anbindung an Cloud-Ressourcen

Je besser der Hosting-Anbieter, umso mehr Möglichkeiten haben Sie bei der Anbindung an Cloud-Servern bei Ihrem Hosting-Anbieter.

Wo sitzt der Anbieter und wohin werden die Daten übertragen?

Für deutsche Unternehmen ist der Datenschutz sehr wichtig. Insbesondere im Umgang mit personenbezogenen Daten ist die Rechtsprechung mehr als empfindlich und der Geschäftsführer sowie IT-Administratoren haften schnell persönlich. Grundsätzlich gilt daher: Mit einem deutschen Anbieter vermeiden Sie rechtliche Unsicherheiten. Achten Sie außerdem darauf, dass die Daten im bestenfalls nicht ins Ausland übertragen werden und wenn doch, dann möglichst nur ins EU-Ausland. Aber auch hier gilt: Ein Vertragswerk muss die Datenverarbeitung abdecken.
Einen guten Hosting-Anbieter erkennen Sie also daran, dass er Ihnen einen entsprechenden ADV (Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung) zur Verfügung stellen kann. Außerdem sollte er in regelmäßigen Abständen einen externen Datenschutzbeauftragen damit beauftragen die Einhaltung von technisch- und organisatorischen Maßnahmen (sog. TOM) prüfen zu lassen.

Wie funktioniert der technische Support?

Unterstützung ist wichtig. Ihr IT-Dienstleister muss Sie nämlich nicht nur im Arbeitsalltag unterstützen, sondern auch in Notsituationen. Daher ist es wichtig zu wissen, wie der Support bei einem Ausfall aussieht, welche Fristen gelten und ob für Ihr Hosting ein Notfallplan vorhanden ist. Steht die technische Hilfe rund um die Uhr zur Verfügung? In welchem Zeitfenster können Sie mit einer Lösung rechnen? Setzt der Hosting-Anbieter auf redundante Systeme, sodass ein Geräteausfall den Betrieb nicht unterbricht?

Ein durchdachtes Support- und Sicherheitskonzept unterscheidet die guten von den sehr guten IT-Dienstleistern. Der Support sollte im Notfall 24/7 tätig werden und Wiederanlaufpläne zusammen mit einer vorgesehenen Systemredundanz sollten den Betrieb sicherstellen. Das garantiert eine hohe Verfügbarkeit Ihrer Leitung und ist daher perfekt für Unternehmen. Sie wollen schließlich nicht einfach Hardware mieten, sondern auch einen bestimmten Standard für einen sicheren Betrieb erhalten – auch beim Outsourcing von Serverhardware auf Basis von gemieteten Ressourcen.
 

Hosting für Ihr Unternehmen: Details machen den Unterschied

Lizenzierung, Cloud-Service, Hosting: Wenn Sie im Dschungel der Angebote den Durchblick behalten wollen, müssen Sie Fragen stellen und sich überlegen, was Sie eigentlich genau benötigen. Denn nicht nur der Inhalt der Antwort auf Ihre Frage ist wichtig, auch die Art der Beantwortung. Verstehen Sie die Sprache Ihres IT-Dienstleisters? Fühlen Sie sich gut beraten? Haben Sie ein positives Bauchgefühl?
Das sind Fragen, die Sie sich selbst stellen sollten. Bei dem richtigen Anbieter merken Sie sicherlich schnell, dass dieser Ihre Anforderungen schon kennt und eine passende Lösung bereithält. So finden Sie einen Hosting-Anbieter, der zu Ihnen passt und bei dem Ihre Systemumgebung sicher und zuverlässig betrieben wird.

Weiterführende Themen:
– Wenn Sie den passenden Anbieter ermittelt haben, haben wir hier zusammengefasst, wie Ihnen der Umzug in die Cloud (Cloud-Transition) gut gelingt und worauf Sie dabei achten müssen.
– Die Vorteile von Cloud-Hosting (Infrastructure-as-a-Service) gegenüber eigenen Servern, haben wir hier für Sie zusammengefasst.
 

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