Öffnungszeiten
wochentags 08:00 bis 18:00

Backup vs Archivierung – Was ist der Unterschied?

27
Nov

2018
SENTINEL

 

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Archiv und einem Backup? Auf den ersten Blick scheint es ganz einfach: Es sind zwei Arten der Datensicherung, um Ihr Unternehmen zu schützen. In der Praxis gibt es aber deutliche Unterschiede zwischen regelmäßigen Sicherheitskopien und der Archivierung. Wir erklären Ihnen die Unterschiede und warum Sie Ihr Unternehmen mit beiden Varianten absichern sollten.

Aktuelle Backups retten Ihr Unternehmen im Notfall

Ein seltsamer Geruch dringt aus dem Serverraum. Die Hardware hat sich verabschiedet – und mit ihr die Ergebnisse der letzten zwei Wochen Arbeit. Ihr Unternehmen ist darauf angewiesen, dass alle relevanten Informationen sofort verfügbar sind und die IT den Kollegen keinen Strich durch die Rechnung macht. Mit regelmäßigen Backups sind Sie auf den Notfall vorbereitet: Die Sicherungskopien erstellen ein aktuelles Abbild aller Computer und lassen sich im Notfall schnell aktivieren. Statt aufwendig Server und Computer neu zu installieren und wichtige Dokumente neu zu erstellen, greifen Sie einfach auf das Backup zurück. Der letzte gesicherte Stand bleibt bestehen und kann wiederhergestellt werden.

Ein Backup ist in der Regel eine einzelne Datei, die alle wichtigen Dokumente, Programme und Inhalte enthält. Mit speziellen Programmen können diese Informationen extrahiert und wieder auf einen PC gespielt werden. Ein Backup ist nur so wertvoll wie der Zeitplan dahinter: Wöchentliche oder tägliche Backups schützen Sie davor, unzählige Arbeitsstunden zu verlieren.

Was ist ein Backup?

  • sie betreffen alle Live-Daten, die in Ihrem Arbeitsalltag eine Rolle spielen
  • ermöglichen die schnelle Data-Recovery, wenn Daten verloren gehen oder die Hardware streikt
  • sind mehrfach gesichert und idealerweise auf unterschiedlichen Festplatten gelagert
  • werden schnell überschrieben und in regelmäßigen Abständen aktualisiert
  • hohe Geschwindigkeit beim Restore erforderlich, deswegen teure Hardware

 

Das Archiv ist die Ruhestätte für wichtige Daten

Schauen Sie sich einmal einen beliebigen Ordner auf Ihrem PC an. Brauchen Sie alle Dateien, die sich darin befinden, wirklich jeden Tag? Wie viel Zeit haben Sie schon damit verbracht, eine Grafik zu suchen und sich dabei durch hunderte MB an uralten Bildern zu wühlen? Ein Archiv für Ihre Dateien hilft Ihnen dabei, effektiver zu arbeiten.

Oft gibt es gute Gründe, warum Sie manche Dokumente nicht wegsortieren. Es gibt im Steuerrecht lange Aufbewahrungsfristen für bestimmte Dateien. Diese Masse an Daten  blockiert viel Speicherplatz. Und das kann zu einem echten Problem werden: Manche Firmen nutzen ihre regelmäßigen Backups gleichzeitig als Archiv. Das führt zu gigantischen Backup-Dateien, die mehrere Stunden brauchen um sich zu aktualisieren.

Viel günstiger ist ein Archiv: Benötigen Sie bestimmte Daten nicht täglich, können sie diese hier geordnet ablegen. Sie blockieren damit nicht Ihre gewohnte Arbeitsumgebung und können mehrere Dateiversionen speichern. Ideal ist eine automatisierte Lösung, die Dokumente aus abgeschlossenen Projekten automatisch archiviert. So haben Sie Zugriff, wenn sie ihn benötigen, blähen Ihre Backups aber nicht unnötig auf.

Was ist ein Archiv?

  • langfristige Lagerstätte für Daten, die Sie nicht mehr täglich benötigen
  • notwendig aus steuerlichen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Gründen
  • Inhalte müssen unveränderbar und revisionssicher gespeichert werden
  • kurze Wartezeiten bei der Wiederherstellung spielen keine Rolle
  • günstige Speicherhardware

 

Braucht mein Unternehmen ein Backup-System UND ein IT-Archiv?

Jede Sicherheitskopie ist besser als keine Sicherheitskopie. Dennoch haben Archivdateien und Backups zwei völlig unterschiedliche Anwendungsgebiete.

Archive bieten langfristige, manipulationssichere Aufbewahrung von Daten. Backups dienen als Sicherheitsnetz, welches Sie möglichst häufig ersetzen. Der Schlüssel zum Erfolg ist die richtige Aufteilung in Backup-würdige Daten und Kandidaten für das Archiv.

Regelmäßige Backups sind einfach Pflicht. Ganz gleich, wie klein Ihr Unternehmen ist – ohne Sicherheitskopien riskieren Sie Datenverlust. Automatische Backup-Lösungen machen den gesamten Prozess für Sie unsichtbar, bieten aber die nötige Sicherheit für den Ernstfall. Nach der 3-2-1-Regel sollten Sie von allen wichtigen Dokumenten drei Kopien besitzen, die Sie an zwei verschiedenen Orten und einmal in der Cloud aufbewahren.

Ein Archiv lohnt sich, wenn Sie viele Daten auf Ihren PCs haben oder verwaltungsrechtlichen Auflagen unterliegen. Es ist immer eine gute Idee, ein strukturiertes Dateiarchiv aufzubauen – so finden Sie mit wenigen Klicks alles, was Sie brauchen. Ein gutes Archiv arbeitet mit Metadaten, mit denen Sie Ihre Dokumente kategorisieren und ordnen. Das hilft bei der Organisation und sorgt ganz automatisch für Ordnung.

 

Fazit: Backup versus Archiv: So sollten Sie vorgehen

Wir raten Ihnen zu einer klaren Trennung von Backups und Archivdaten. Das macht die Datensicherung einfacher und schneller, hat aber auch wirtschaftliche Gründe: Im Notfall können wir ein schlankes Backup innerhalb weniger Minuten aufspielen. Wenn Sie jede einzelne Datei immer und immer wieder im Backup sichern, frisst das viel Speicherplatz. Und je größer die Backup-Datei ist, desto länger dauert die Disaster-Recovery. Ein gut organisiertes IT-Archiv bietet Ihnen viel Platz für alle statischen Daten, die sich nicht ständig ändern. Kleiner Bonus: Die Datenträger für Archive sind in der Regel günstiger als Hochleistungs-Backupspeicher. Sie sparen nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Wichtig ist, dass Sie in jedem Fall einen Plan für den Notfall haben. Es ist nie zu spät, sich darüber Gedanken zu machen. Wir unterstützen Sie dabei, einen Plan für die Disaster-Recovery aufzustellen und Ihre Daten sicher und effizient zu speichern.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Ihre Meinung ist uns wichtig

Ihre Meinung