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Der IT-Notfallplan: So überstehen Sie Hardwareschäden

02
Jan

2019
SENTINEL

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Das gilt nicht nur für Ihre Gesundheit, sondern auch für Ihre IT-Infrastruktur. Was ist günstiger für Ihr Unternehmen: Von Anfang an in ein System mit Hochverfügbarkeit zu investieren oder ein gesundes Konzept zur Disaster Recovery zu besitzen? Wir verraten Ihnen die Unterschiede und welche Lösung sich für Ihr Unternehmen lohnt.

Die häufigsten Gründe für einen IT-Notfall

  • Hardwareschaden an einzelnen Komponenten: Wenn ein wichtiges Bauteil betroffen ist, geht häufig erst einmal nichts mehr. Lässt sich leicht reparieren und in hochverfügbaren Systemen und Netzwerken komplett vermeiden.
  • Überlastung der Systeme bis zum Totalausfall: Hochverfügbare Systeme sind so aufgebaut, dass es für Spitzen in der Auslastung ausreichende Reserven gibt.
  • Kritische Fehler und Bugs in der Software: Nicht alle Softwarebugs lassen sich vermeiden. Je nach Art des Problems können Sie mit High-Availability das Problem zwar nicht vermeiden, aber die Ausfallzeit trotzdem verringern.
  • Hardwareschaden, der das gesamte System betrifft: Hochverfügbarkeit (oder High-Availability) heißt, dass jede Komponenten mehr als einmal vorhanden sein sollte. Damit wird die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls deutlich verringert.
  • Datenverlust durch menschliches Versagen: Bevor umfangreiche Änderungen am IT-System durchgeführt werden, sollten Sie einen Wiederherstellungspunkt zur Disaster Recovery setzen.
  • Data Breaches durch Hacker oder externe Attacken: Je nach Art des Angriffs schützt Sie eine durchdachte IT-Security oder ein gesichertes Backup, das sich in der Cloud befindet.

Hochverfügbarkeit: Die Basis für ein stabiles System

Hochverfügbarkeit bedeutet unter anderem, dass Ihre IT-Komponenten besonders ausfallsicher laufen. Das Konzept beschreibt eine konkrete Herangehensweise an die IT-Infrastruktur: Alle kritischen Teile sind doppelt vorhanden und arbeiten redundant, das System verzeiht den Ausfall von einzelnen Komponenten. Autoscaling passt die interne Ressourcenverteilung automatisch an die Anforderungen im laufenden Betrieb an. So halten Sie Auslastungsspitzen stand, die ein „normales“ Netzwerk in die Knie zwingen würden.

High Availability ist ein System der Vorsorge. Sie können damit nicht verhindern, dass ein Hacker Ihr Unternehmen mit Ransomware angreift. Was Sie aber verhindern können, ist der Systemausfall, nachdem ein Mitarbeiter aus Versehen ein Kabel verletzt hat. In einem hochverfügbaren System gibt es immer noch eine andere Route, die Ihre Daten nehmen können.

Externe Anbieter oder größere Rechenzentren arbeiten immer mit redundanten Systemen. Das ist zwar in der Anschaffung teurer, beugt aber unvermeidbaren Problemen vor. Für kleinere Netzwerke sind hochverfügbare Ressourcen ebenfalls gut zu stemmen. Für den Mittelstand gibt es viele Analysetools, die Ihnen genau verraten, ob sich ein doppelt abgesichertes System für Sie lohnt.

Ein solches abgesichertes System lässt sich auch über mehrere Standorte erweitern um so Georedundanz zu schaffen, ob sich das für ihr Unternehmen lohnt können sie hier lesen.

Disaster Recovery: Schnelle Genesung nach dem Festplattencrash

Selbst das beste Netzwerk mit hochverfügbaren Komponenten kann einmal ausfallen. Niemand ist komplett vor menschlichem Versagen, Hochwasser oder DDOS-Attacken geschützt. Was können Sie tun, wenn das Desaster zugeschlagen hat?

Sobald die Lichter wieder angehen, stehen Sie vor einem Problem: Die Daten sind weg. Wer regelmäßige Backups macht und diese strategisch verteilt sichert, kann das System an einem Wiederherstellungspunkt reaktivieren. So gehen nur wenige Daten verloren und das Leben geht weiter. ( die Arbeit kann wie gewohnt weitergehen.)

Disaster Recovery umfasst nicht ausschließlich die Backups der Daten und Software. Zu einem guten IT-Notfallplan gehören zusätzliche Hardwareressourcen für den Notfall. Was würde passieren, wenn ein Blitzschlag Ihre Server komplett zerstört? Mit einem durchdachten Konzept hätten Sie im Notfall eine Adresse zur Hand, bei der Sie eine Übergangslösung buchen können. Weitere Informationen zur Desaster Recovery finden sie im folgenden Beitrag.

Hochverfügbarkeit versus Disaster-Recovery-System: Was lohnt sich am Ende mehr?

Sie haben jetzt sicher eine grobe Idee davon, in welchen Situationen die beiden IT-Recovery-Strategien zum Einsatz kommen.

  • Hochverfügbarkeit stellt im täglichen Geschäft sicher, dass die Systeme stabil und sicher laufen. Routineprobleme wie kleinere Hardwareschäden oder ein überlastetes Netzwerk gehören damit der Vergangenheit an. Ihr System ist von Anfang an so gestaltet, dass es in 99,99 Prozent der Laufzeit funktioniert.
  • Für die restlichen 0,01 Prozent ist die Disaster Recovery da: Mit einem gezielten Plan für größere Notfälle überstehen Sie einen Hardware-Totalausfall oder Angriffe durch Hacker. Sie sichern Ihre Daten in Backups und haben eine Strategie, um die Systeme ohne große Ausfallzeiten wieder zum Laufen zu bringen.

Unsere Empfehlung: Wir raten Ihnen unbedingt dazu, ein hochverfügbares System aufzubauen und es mit einer Strategie zur Disaster Recovery abzusichern. Beide Prinzipien sorgen zusammen dafür, dass Sie selbst im größten Notfall keine langen Ausfallzeiten hinnehmen müssen. Die Arbeit kann weitergehen, der Datenverlust hält sich in Grenzen. Wenn Sie nur ein geringes IT-Budget zur Verfügung haben, sollten Sie es lieber in eine sichere, cloud-basierte Disaster Recovery investieren. Sie haben damit zwar keine vorbeugende Sicherheit, aber sind immerhin vorbereitet, wenn doch einmal etwas passiert.

Fazit: Sicherheit kommt mit dem richtigen Plan

Ganz gleich, wie Sie sich entscheiden: Einen Plan sollten Sie in jedem Fall haben. Was passiert, wenn die IT streikt? Wie gehen Sie Schritt für Schritt vor, wenn das Licht ausgeht? Viele Unternehmen sind komplett davon abhängig, dass ihr Netzwerk funktioniert. Es schadet niemals, eine Strategie für den Notfall in der Schublade zu haben. Achten Sie darauf, dass der IT-Notfallplan im Zweifel auch offline vorliegt – so haben Sie Zugriff auf die wichtigsten Adressen, wenn nicht einmal mehr die Mobiltelefone ihren Dienst tun.

Guter Schutz ist Chefsache: Wir beraten Sie gerne bei allen Fragen rund um IT-Sicherheit und IT-Infrastruktur.

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