Öffnungszeiten
wochentags 08:00 bis 18:00

Desktop-Virtualisierung: Vor- und Nachteile für Unternehmen

27
Jun

2017
SENTINEL
SENTINEL IT-Blog: Know-How
- Jun 2017
- Ein Kommentar

Sie wollen die neusten Nachrichten lesen? Dann können Sie sich jetzt entweder kurz eine Jacke überziehen, im norddeutschen Regen zum Kiosk an der Ecke gehen und sich eine Zeitschrift kaufen. Oder Sie bleiben in Ihrem Büro, greifen zum Smartphone und klicken auf einen Artikel. Die Virtualisierung hat unser Leben unkomplizierter und schneller gemacht. Auch für Ihr Unternehmen kann das gewaltige Vorteile bieten. Mit der Desktop-Virtualisierung verschlanken Sie Ihre IT-Systeme und ersparen sich viel Arbeit. Aber lohnen sich virtuelle Arbeitsplätze überhaupt für kleine und mittelständische Unternehmen? Wir haben für Sie die Vorteile und Nachteile zusammengestellt.

Abgespeckte Arbeitsplätze: Was sind virtuelle Desktops?

Jeder Mitarbeiter braucht einen Computer. An stationären Arbeitsplätzen steht vielleicht ein leistungsstarker Desktop-PC, andere Aufgaben verlangen nach einem flexiblen Laptop. Ihre IT-Experten müssen jedes einzelne Gerät warten, gelegentlich neue Software installieren und für Sicherheit sorgen. Aber was wäre, wenn Ihre komplette IT-Ausstattung ohne Wartung auskommen würde?

Erreicht werden kann das mit Thin-Clients. Jeder Ihrer Mitarbeiter bekommt so einen abgespeckten PC, der oft nur einen Bruchteil der Größe eines Laptops hat, oder einem Laptop mit sehr geringer Hardwareausstattung entspricht. Die eigentliche Arbeit und Rechenleistung findet nicht in den Thin-Clients statt, sondern in einem zentralen, kraftvollen Server. Dieser Server kann entweder in Ihrer Firma stehen oder von einem externen Partner verwaltet werden.

Jegliche Art von Leistung, also Speicherplatz, Berechnungen oder das Rendern von Grafiken wird von einem Terminalserver erledigt. Der Thin-Client braucht nur genug Leistung, um die vom Terminalserver zur Verfügung gestellten Ergebnisse anzuzeigen – und das ist nicht viel.

Die Vorteile der Desktop-Virtualisierung

  • Mehr Flexibilität für Ihre Mitarbeiter

    Der Zugriff auf den Arbeitsplatz ist nicht mehr an den Schreibtisch gebunden. Ob von zu Hause, unterwegs oder im Büro: Direkter Zugriff auf den virtuellen Desktop ist von überall und jederzeit möglich.

  • Mehr Sicherheit

    Ihre IT-Sicherheit dreht sich nur noch um ein einziges Gerät. Wenn der Server gut geschützt ist, brauchen Sie sich keine Gedanken mehr um tausende kleine Puzzlestücke der IT-Sicherheit zu machen – und Serversysteme lassen sich besser absichern: Backup, Firewall und Sicherheitsrichtlinien müssen nur zentral umgesetzt werden.

  • Weniger Aufwand

    Gerade Ihr IT-Personal wird sich darüber freuen, nur noch ein Gerät intensiv betreuen zu müssen. Dadurch, dass ein Terminalserver alle Arbeiten übernimmt, muss nur dieses eine Gerät gewartet und geupdated werden.

  • Unkompliziertes Outsourcing

    Sie können den Standort und die Wartung Ihres Terminalservers auch an einen externen Partner auslagern. Damit vermeiden Sie hohe Hardwareinvestitionen, bleiben flexibel und sie haben die Möglichkeit auch einige IT-Serviceleistungen extern einzukaufen.

Die Nachteile der Desktop-Virtualisierung

  • Große Datenlast und hohe Latenzen

    Wenn Daten fließen, dann brauchen Sie nicht nur Zeit, sondern auch die entsprechende Bandbreite. Da zwischen einem Thin-Client und einem Terminalserver in der Regel nur das Bild mit wenigen KB/s übertragen wird, sind die meisten Anbindungen ausreichend. Etwas problematischer wird es, wenn die Anwender die Möglichkeit haben sollen, Daten auf Ihre Endgeräte zu kopieren. Auch das Drucken kann etwas länger dauern.

  • Online-Zwang für Arbeitsplätze

    Wenn der Server nicht im eigenen Gebäude steht, geht ohne Internet nichts mehr. Sobald einmal die Leitung im Büro ausfällt, können Client und Server nicht mehr miteinander kommunizieren. Da Thin-Clients auf sich allein gestellt nicht funktionieren, bedeutet ein Internet-Ausfall quasi die absolute Vollbremsung für Ihre Arbeit. Eine Option ist es natürlich, die Mitarbeiter vom Home-Office oder über Hotspots arbeiten zu lassen, oder sie halten eine zweite Internetanbindung bereit. Wichtig ist auch, dass aus der Bahn heraus oder im Flugzeug kein oder ein sehr schlechter Zugriff besteht. Dann gibt es die Möglichkeit zumindest das Office Packet inklusive Outlook lokal auf dem Endgerät einzurichten. Natürlich weicht die lokal installierte Software das Gesamtkonzept etwas auf.

  • Höhere Serverkosten

    Auch, wenn die Endgeräte etwas dünner sein dürfen – die Server dürfen es nicht. Hochverfügbarkeit und Performance, vielleicht sogar 3D Grafikleistung sind die Anforderungen an eine Plattform für Desktop-Virtualisierung. Eine Option ist es, eine fertige Lösung bei Ihrem Cloud-Anbieter zu mieten – durch die hohe Standardisierung beim Anbieter sinken in der Regel die Investitionskosten.

Der finanzielle Faktor

Virtualisierte Desktops sind nicht günstig – beziehungsweise nicht zwangsweise günstiger als klassische Server-Client-Modelle. Auf der finanziellen Seite kommt zusätzlich zu guten Serverkomponenten die Lizenz für den Einsatz der Desktop-Virtualisierung hinzu. Auf der Client-Site sparen Sie etwas: Anstelle von 20 leistungsstarken Laptops, die viel Geld kosten, benötigen Sie so in Zukunft nur noch 20 schwächere Geräte, die weitaus günstiger sind.

Wenn Sie beispielsweise keine eigene IT-Abteilung haben, die sich um die Verwaltung eines kraftvollen Terminalservers kümmern kann, lässt sich dieser Bedarf auch von einem externen Partner realisieren. Beispielsweise als Managed-Service. Durch die zentrale Verwaltung sparen Sie Kosten.

Fazit: Ideal für Unternehmen mit mehreren Standorten

Der Schlankheitswahn ist im Büro angekommen: Thin-Clients sind tatsächlich eine spannende Alternative zu einem ganzen Arsenal an Bürocomputern. Ihre Mitarbeiter sind damit mobiler und flexibler, können Ihre Arbeit schneller erledigen und müssen weniger häufig die IT-Abteilung um Rat fragen.

Nicht nur Konzerne können sich diese Technik leisten, auch für kleine und mittelständische Unternehmen lohnt es sich, über die Vorteile der Desktop-Virtualisierung nachzudenken.

Die wichtigsten Vorteile sind sicher, dass Sie von überall aus arbeiten können – die Technik ist wie geschaffen für Unternehmen mit mehreren Standorten. Unzuverlässige und problematische Daten-Synchronisationen zwischen Standorten gehören der Vergangenheit an. Auch die zentrale Verwaltung eignet sich ideal, um das Unternehmen zu verschlanken und vereinfacht die Einrichtung von neuen Mitarbeitern und die Verwaltung von Zugangsrechten und Softwarezugriff. Wenn dann das Thema Sicherheit betrachtet wird, ist das Paket komplett.

Sie wollen sich genauer über Desktop-Virtualisierung informieren oder es vielleicht einmal live ausprobieren? Wir beraten Sie gerne!

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 votes, average: 4,71 out of 5)
Loading...

Ihre Meinung ist uns wichtig

Ihre Meinung

Toller Beitrag, weiter so 🙂