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Die 7 goldenen Regeln für Systemaktualisierungen

28
Nov

2017
me-heymeier@gmx.de
Know-How
- Nov 2017
- Keine Kommentare

Schon seit längerem blinkt in der unteren Ecke des Bildschirms ein Ausrufezeichen: “Systemupdates verfügbar!”. Aber der richtige Zeitpunkt will nie kommen. Eben ist ein neuer Auftrag hereingekommen, da können Sie nicht mal eben das System aktualisieren! Doch, können Sie – und Sie sollten sogar. Systemaktualisierungen gehören zu den wichtigsten Säulen der IT-Sicherheit. Wir haben für Sie die wichtigsten Regeln rund um Aktualisierungen zusammengefasst, damit Sie die Updates schnell und unkompliziert über die Bühne bringen.

1. Je größer das Unternehmen, desto komplizierter die Aktualisierung

Mehr Computer = mehr Aufwand. Schließlich steht an jedem einzelnen Arbeitsplatz ein Rechner, der die neueste Version eines Programmes benötigt. Alle Mitarbeiter in einem Unternehmen sollten mit derselben Software-Version arbeiten, um Reibungsverluste zu vermeiden. In vielen Unternehmen haben Mitarbeiter Laptops, die sie für die Arbeit im Home-Office mitnehmen. Es kann also schwierig sein, die gesamte Hardware aus dem Unternehmen zur gleichen Zeit zu überprüfen. Je mehr Arbeitsplätze es gibt, desto höher ist der Aufwand, sie alle auf dem neuesten Stand zu halten und umso wichtiger wird es, die Updates über eine zentrale Software zu verwalten.

2. Ein Software-Inventar erleichtert den Prozess enorm

Welche Software ist auf den PCs der Mitarbeiter installiert? Welche Programme sind für den Workflow wirklich notwendig? Können die Kollegen einfach so Programme installieren und wo werden diese Daten festgehalten? Ein Software-Inventar führt genau auf, wie der technische Stand der Dinge ist und welche Programme regelmäßig überprüft werden müssen.

3. Das System wird monatlich aktualisiert

Spätestens einmal im Monat bietet es sich an, an einem ruhigen Arbeitstag die Systemaktualisierungen laufen zu lassen. Ein Update vom Hersteller verbessert in der Regel das Layout, fügt neue Funktionen zu einem Programm hinzu und behebt kleinere Bugs, die den Arbeitsablauf stören. Auch die Performance kann durch ein Update steigen. Deswegen sollten Sie Ihrem IT-Team mindestens monatlich die Chance geben, alle PCs mit den neuesten Softwareversionen auszustatten.

4. Systemaktualisierung umfasst mehr als Updates

Aber reicht das aus? Es gibt einen Unterschied zwischen einem Patch und einem Update. Ein Patch ist ein schneller Flicken für ein sicherheitsrelevantes oder kritisches Problem. Programmfehler öffnen Tür und Tor für Hacker, die diese Probleme ausnutzen, um Schutzmaßnahmen zu umgehen. Das Pflaster in Form eines Patchs sollte so schnell wie möglich installiert werden, um das Ausnutzen der Sicherheitslücke unmöglich zu machen. Während Updates auch ein paar Tage warten können, sind Patches weiter oben in der Priorität. Ein gutes Patch-Management verteilt die Aktualisierung schnell an alle PCs in Ihrem Netzwerk.

5. Automatische Systemaktualisierungen sind nur die halbe Arbeit

Mittlerweile updaten sich viele Betriebssysteme ganz automatisch. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen auf (gut konfiguriertes) Windows 10 oder andere moderne OS setzen, laden die Updates ohne Ihr Zutun. Der automatische Updater kümmert sich um den Download und die Installation. Warum sollten Sie also selbst Hand anlegen? Viele Programme haben keine automatischen Patch-Systeme – und es kann immer sein, dass es Probleme zwischen aktualisierten Software-Versionen gibt, daher sollten Sie prüfen, ob die Automatik auch greift. Mit einem regelmäßigen Check aller Computer sind Sie auf der sicheren Seite.

6. Ausführliches Testen erspart doppelte Arbeit

Ihre Software-Lösungen stammen aus einer Hand? Dann sollten auch Updates in der Regel miteinander harmonieren. Aber es ist schon oft vorgekommen, dass frisch aufgespielte Updates nicht das machen, was sie sollen. Manchmal geraten sie mit verknüpften Programmen aneinander, die ihrerseits noch kein Update bekommen haben. In anderen Fällen befindet sich im Code ein Bug, der die neue Software bis zum nächsten Patch lähmt. Deswegen sollten Sie ein Update immer kurz auf einzelnen Systemen testen, bevor Sie es auf allen Firmen-PCs installieren.

7. Auch an die Hardware denken

Auch die noch so sorgfältige Pflege des Systemes bringt nichts mehr, wenn die Hardware anfängt Fehlerhaft zu sein. Einige große Unternehmen (z.B. Google) haben in Langzeitstudien bestätigt, was viele von Ihnen schon vermuten: nach 3-4 Jahren steigt die Fehlerrate deutlich an. Konkret ist bei wichtigen Hardwarekomponenten eine exponentielle Steigerung der Ausfallraten nach dem dritten Jahr zu erkennen. In Kombination mit älter werdenden Softwareständen haben viele Konzerne sich daher entschieden: meistens nach 3, aber spätestens nach 4 Jahren werden Clients ausgetauscht! – Ein Wissen, welches Sie einfach übernehmen können.
 

Fazit: Systemaktualisierungen vom Profi nehmen Ihnen viel Arbeit ab

Mit regelmäßigen Patches und Sicherheitsupdates machen Sie Ihre Daten sicher vor dem Zugriff von außen und halten Ihre Programme auf dem aktuellen Stand. Sie haben selber keine Zeit, um sich um die IT-Aktualisierungen zu kümmern und ohnehin klingt das alles nach sehr viel Arbeit, für etwas so selbstverständliches wie Updates? Ist es auch, deshalb haben Hersteller und IT-Systemhäuser verschiedene Softwareprodukte entwickelt, mit denen sich Updates zentral verwalten lassen. Bei Ihrem IT-Dienstleister erhalten Sie dann den notwendigen Service vollautomatisiert. Gegen eine Monatspauschale pro Arbeitsplatz geben Sie die Patches und Updates in professionelle Hände ab.

So können sich Ihre Kollegen auf das konzentrieren, was wirklich zählt – und Sie können dem nächsten IT-Sicherheitscheck entspannt entgegenblicken.

 

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