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Home-Office für Mitarbeiter einrichten: Remote-Desktop und andere Netzwerklösungen

19
Jul

2017
SENTINEL
SENTINEL IT-Blog: Know-How
- Jul 2017
- Keine Kommentare

Die Straßen sind komplett unpassierbar, Busse und Bahnen haben den Betrieb eingestellt und auch mit dem Auto gibt es kein Durchkommen ins Büro, auch ohne G20-Gipfel. An manchen Tagen ist das Home-Office einfach die bessere Wahl. Viele Mitarbeiter schätzen die Möglichkeit, in den eigenen vier Wänden zu arbeiten – gerade für junge Familien ist das ein echter Vorteil, der Sie als Arbeitgeber noch attraktiver macht. Aber damit die Arbeit aus der Ferne klappt, muss das Netzwerk richtig eingerichtet sein. Und auch andere Aspekte müssen stimmen – Remote-Working erfordert ein paar technische Voraussetzungen. Als Systemhaus für den Mittelstand wird diese Anforderung oft an uns herangetragen und wir richten dann für Ihre Mitarbeiter Heimarbeitsplätze ein und verbinden den Laptop problemlos mit dem Firmennetzwerk.

Quick and dirty: Remote-Desktop am Arbeitsplatz PC

Viele Arbeiten lassen sich auch unabhängig vom Platz im Büro erledigen. Zumindest E-Mails lassen sich auch aus dem heimischen Arbeitszimmer heraus beantworten und auch viele andere Jobs lassen sich problemlos verlagern. Aber trotzdem muss der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin Zugriff auf die firmeninternen Daten haben. Eine Remote-Desktop-Verbindung ist hier die beste Lösung für alle Beteiligten.

Obwohl der Mitarbeiter im Home-Office sitzt, kann er so auf seinen Arbeitscomputer zugreifen. Der Laptop zuhause wird sozusagen nur zu einem Bildschirm, der per VPN-Verbindung direkt mit dem Arbeitscomputer verbunden ist. Einzige Bedingung dafür: Der PC im Büro muss dafür angeschaltet sein. Aber auch das lässt sich mit einigen Einstellungen und Scripten automatisieren. Der Remote-Desktop ist damit ein entfernter Arbeitsplatz, der über das Internet auf das Firmennetzwerk zugreift.
Der Zugriff auf den Arbeitsplatz-PC per Remote-Desktop ist allerdings nicht sehr professionell und der Mitarbeiter braucht einiges an technischer Kompetenz, so muss er zum Beispiel die Adresse seines Rechners jederzeit wissen. Auch greift der private Rechner des Mitarbeiters dann auf das Firmennetzwerk zu – ein Sicherheitsrisiko. Es bleibt ein kleiner Trost, dass er sich erst anschließend mit seinem Frimen-Account an seinem Arbeitsplatz-PC anmelden muss. Nicht zuletzt gilt es, auf dem Privatrechner des Mitarbeiters einen VPN-Client zur Verfügung zu stellen – ein Unterfangen, dass angesichts des Zustands einiger Heim-PCs bei Ihrem IT-Dienstleister keine Begeisterung hervorrufen und im Zweifelsfall für eine hohe Rechnung sorgen dürfte.

Der Terminalserver: Remotezugriff von außen

Basierend auf dem gleichen Gedanken wie die Remote-Desktop-Verbindung arbeitet der Terminalserver. Nach dem Login wird für den Mitarbeiter ein Desktop geladen auf dem typischerweise alle wichtigen Softwareprodukte installiert sind, so dass von außen ohne Einschränkung gearbeitet werden kann. Der Terminalserver wird so zur zentralen Arbeitsstation und von ihm aus greifen Ihre Kollegen auf die internen Serversysteme zu. Der Terminalserver ist definitiv die bessere Alternative zu einer Remote-Desktop Verbindung zum eigenen Arbeitsplatz-PC, hat aber auch seine Nachteile.
Insbesondere die Lizensierung wird schnell teuer und damit der Terminalserver mehrere Desktops gleichzeitig laden kann, ist einiges an Ressourcen notwendig – die Beschaffung wird dadurch nicht ganz günstig.

Trotzdem gehört der Terminalserver zu den Klassikern – und lässt sich oft einfach integrieren. Weiter gedacht kommt man unweigerlich zu der Desktop-Virtualisierung (VDI), mit dem grundsätzlichen Gedanken, den Desktop auf Server bzw. in die Cloud zu verlagern – HIER erfahren die mehr zu den Vor- und Nachteilen von VDI Lösungen.

Cloud-Hosting ihrer Applikation: Programme ohne Installation nutzen

Im Arbeitsalltag begegnen Ihnen zahlreiche Programme, die Sie für Ihren Workflow brauchen. Diese müssen nicht zwangsweise auf dem Computer installiert sein, von dem aus Sie arbeiten. Sie können die wichtigsten Programme auch über ein Cloud-Hosting als „App“ zur Verfügung stellen. Gemeint ist damit eine Webseite oder eine Verknüpfung, die Sie starten woraufhin das Programm auf einem Server ausgeführt wird. Ihnen wiederrum wird nur das Bild übermittelt, ähnlich wie bei einer Remote-Desktop Verbindung.

Mit einer Remote-Desktop App können die Anwendungen über den Cloud-Server laufen. Der heimische PC ist also gar nicht in das Unternehmens-Netzwerk integriert, sondern zeigt die Programme nur an, während die Cloud die Arbeit übernimmt.
Der große Vorteil liegt in der hohen Flexibilität. Einmal integriert ist die Lösung von beliebig vielen Endgeräten und von überall aus ohne Einschränkung nutzbar. Auch die Sicherheit ist deutlich besser – dadurch, dass keine Einwahl in das Unternehmens-Netz notwendig ist und nur die Bilddaten übertragen werden, lassen sich ausgereifte Sicherheitskonzepte realisieren.

Netzwerksicherheit und Datenschutz im Home-Office

Sobald die technischen Grundlagen wie der Terminalserver und die virtuelle Arbeitsumgebung eingerichtet sind, kann die Arbeit außerhalb des Büros schon losgehen. Allerdings müssen Sie unbedingt auch auf den Datenschutz achten. Manche Arbeiten sind nämlich einfach nicht mit dem Home-Office zu vereinbaren. Vor allem personenbezogene Daten unterstehen einem hohen Schutz – und sollten lieber in Ihren Büroräumen bzw. auf Ihren Servern verarbeitet werden. Aber es gibt auch noch andere Regeln, an die sich ein Mitarbeiter im Home-Office halten sollte:

• Der Arbeitsbereich sollte abgetrennt und idealerweise abschließbar sein.
• Die IT-Ausstattung sollte möglichst vom Arbeitgeber gestellt werden.
• Festplatten und externe Datenträger sollten mit einer modernen Verschlüsselung gesichert sein.
• Firewall und andere Schutzmaßnahmen des Unternehmens müssen auch im Home Office gelten, wenn eine Einwahl ins Unternehmens-Netzwerk vorgesehen ist.
• Der Remote-Desktop-Zugriff sollte über eine VPN-Verbindung verschlüsselt sein.

Neben all den technischen Voraussetzungen sollten auch die arbeitsrechtlichen Aspekte nicht vergessen werden – die Arbeit im Home-Office macht zwar den Arbeitsalltag flexibler, braucht aber auf jeden Fall die passende Vorarbeit in Form von Zusatzverträgen und anderen Details.
 

Fazit: Home-Office bietet Vorteile für beide Seiten

Entspannte Mitarbeiter, flexibles Betriebsklima und effizient erledigte Arbeit: Das Home-Office bringt viele Vorteile mit sich. Wenn die technischen Voraussetzungen einmal stimmen, können zusätzliche Arbeitsräume außerhalb des Büros schnell und unkompliziert eingerichtet werden. Mit dem Remote-Desktop kann der heimische PC alles, was auch der Arbeitscomputer kann. Kraftvolle Server, die den Zugriff aus der Ferne ermöglichen und auch die Rechenleistung für Programme aus der Cloud haben, sind eine gute Grundlage für die Arbeit aus dem Home Office. Wir übernehmen für Sie gerne die Einrichtung der Technik für die Remote-Arbeit und stellen Ihnen per Cloud-Hosting die nötige Rechenpower zur Verfügung.

 

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