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NAS oder klassischer Fileserver – was ist besser?

10
Mai

2017
SENTINEL
Blog, Know-How
- Mai 2017
- Keine Kommentare

Das Unternehmen wächst und gedeiht, und mit der Zeit wandelt sich das Büro von einer Ansammlung an PCs zu einem richtigen Netzwerk? Dann wird es Zeit, über die Hardware im Unternehmen nachzudenken. Grundsätzlich haben Sie heute die Wahl zwischen den kleinen NAS-Serverboxen und einem ausgewachsenen Serversystem mit verbundenen Fileservern. Als Entscheidungshilfe im Kampf NAS vs. Fileserver haben wir Ihnen hier eine Übersicht der Vor- und Nachteile zusammengestellt.
NAS vs. Fileserver
Bevor wir einen Blick auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei NAS-Geräten und Fileservern werfen, haben wir hier einmal kurz zusammengefasst, was die beiden Varianten ausmacht.

Fileserver
Ein Server kann große Mengen an Daten lagern und is wie ein normaler PC im Netzwerk integriert. Der Vorteil beim Fileserver ist jedoch, dass ganz gezielt Zugangsberechtigungen angelegt werden können, zumal die Daten aus einer Domänenstruktur, sofern vorhanden, komplett übernommen werden. Der Administrator kann die Ordnerstrukturen so bearbeiten, dass nur bestimmte Gruppen Zugriff auf einzelne Daten haben. Der Fileserver liefert als Bonus seine eigene Rechenleistung. Und auch Software as Service ist mit einem gut eingerichteten Server möglich – und zwar grenzenlos.

NAS
Network Attached Storage (NAS) wurde lange belächelt. Schließlich hatten diese Mini-Server ihren Ursprung als zentraler Datenspeicher für kleine Netzwerke – eine Aufgabe, die auch eine freigegebene Festplatte erfüllen kann. Aber heute bieten NAS-Geräte sehr viel mehr Flexibilität und übernehmen so gut wie alle Dienste, die auch ein großer Server vollbringt. Dazu lassen Sie sich meist leicht bedienen und haben ein auch für Laien verständliches Betriebssystem – auch, wenn individuelle Anpassungen durch die Limitierungen der GUI hier eher schwer fallen.

Der Unterschied liegt im Detail
Heute leisten NAS und Fileserver nahezu ähnliche Arbeit – aber trotzdem sind sie jeweils Spezialisten für bestimmte Aufgaben in einem Netzwerk. Network Attached Storage ist in so gut wie jeder Hinsicht der kleine Bruder der Server: Kleinerer Funktionsumfang, kleinere Datenübertragungsrate, aber auch kleinerer Preis und kleinerer Aufwand bei der Installation.

Die Mittelklasse-NAS-Geräte schaffen es, 25 Nutzer in einem System zu integrieren und bei voller Auslastung mit einer durchschnittlichen Datenübertragungsgeschwindigkeit zu arbeiten. Sie lassen sich zwar erweitern, stehen dabei aber im Schatten von Fileservern, die mit der richtigen Hardware quasi unbegrenzte Möglichkeiten bieten.

Auch das Kerngeschäft, die Freigabe von Rechten an unterschiedliche Nutzergruppen, wird von NAS und Fileservern unterschiedlich gehandhabt. Denn ein frei eingerichteter Fileserver bietet auch hier sehr viel Flexibilität – auch, wenn der Admin dann wirklich wissen sollte, was er tut. Beim NAS stehen nur begrenzte Freigabemöglichkeiten zur Wahl,wobei diese für die meisten kleinen Unternehmen durchaus ausreichen können. NAS kommen in der Regel als Paket mit Hardware und Software – insofern ist man auch hier weniger flexibel, gerade, was Software as Service-Produkte angeht. Der Server dagegen ist wie eine leere Leinwand, die man im Rahmen des Betriebssystems komplett selbst einrichten und gestalten kann.

Fazit: Günstig und simpel oder professionell und kraftvoll?
Sowohl der Fileserver, als auch der NAS haben beide Ihre Daseinsberechtigung. Sie ergänzen sich sogar ganz hervorragend. NAS-Geräte sind besonders praktisch, wenn Sie viel Datenverkehr haben: E-Mails, Dokumente, Präsentationen, Back-ups, das alles muss schließlich irgendwo gespeichert werden. Mit einem NAS-System haben Sie eine ganz einfache und vor allem kostengünstige Methode, um diesen Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Wenn die Leistung und die individuelle Einrichtung anhand Ihrer Bedürfnisse jedoch für Sie im Vordergrund steht, dann ist der Fileserver weiterhin die richtige Option. Ein NAS kann dann als kostengünstige Alternative für kritische Backups genutzt werden.

Bei beiden Varianten gilt aber: Ohne Backup keine Daten (unsere Kollegen würden auch sagen: Kein Backup, kein Mitleid)! Regelmäßige Datensicherungen mit mehreren Versionen sind absolut entscheidend, wenn Sie sich ein Netzwerk aufbauen. Denn so bleiben Sie flexibel bei der Wiederherstellung und sind für alle Fälle vorbereitet!

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