Techn. Hotline
Öffnungszeiten
wochentags 08:00 bis 18:00

Redundanz ist kein Backup: So schützen Sie Ihre Daten richtig!

15
Jan

2019
SENTINEL

 

Die IT ist die Lebensader jedes modernen Unternehmens. Eine hohe Verfügbarkeit spielt für unsere Kunden deswegen eine große und wichtige Rolle. Aber wie funktioniert das System der Hochverfügbarkeit eigentlich? Wie können wir eine Uptime von 99,99 % sicherstellen? Das Zauberwort heißt Redundanz: Jedes wichtige Bauteil hat im Zweifel einen Ersatz, der bei einem Ausfall einspringt. Aber das bietet noch immer keine vollständige Sicherheit. Der beste Ausfallschutz ist eine Kombination aus Redundanz und regelmäßigen Backups. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Daten effektiv schützen!

Wofür steht Redundanz in der IT-Technik?

In der Umgangssprache ist das Wort „redundant“ nicht gerade positiv belegt: mehrfach vorhanden, überflüssig, doppelt gemoppelt. Aber in der IT sind das ausgesprochen positive Eigenschaften: Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einem technischen System manchmal Komponenten ausfallen. Das kann an einem Hardware-Bauteil im Server liegen oder von einem Bug in der Software stammen. In einem redundanten System sind alle essentiellen Elemente doppelt vorhanden, um einen Ausfall abzufangen. Dadurch können wir sicherstellen, dass ein System jederzeit verfügbar ist und bleibt.

Das Prinzip der Redundanz lässt sich auch auf Daten übertragen. Statt doppelter Hardware ist jede Datei an zwei verschiedenen Orten gespeichert. Diese Kopien sind zwar im ersten Moment doppelt vorhanden – dafür bieten sie ein wertvolles Sicherheitsnetz, wenn ein Speicherelement den Dienst einstellt. In der Praxis bietet sich die synchronisierte Kopie an: Das bedeutet, dass Änderungen an der Ursprungsdatei automatisch auf die Sicherheitskopien übertragen werden. Wenn Sie mit virtualisierter Software arbeiten, können Sie sogar eine parallel laufende VM (Virtuelle Maschine) aufsetzen, die alle Arbeitsschritte im Hintergrund kopiert. Ein RAID (Redundant Array of Independent Disk) stellt die Redundanz der Speicherhardware auf dem sich die Daten befinden sicher und kopiert die Daten mehrfach auf andere Speicherbausteine, fallen einzelne aus bleiben die Daten weiterhin sicher. So ein Ausfall bleibt vom User unbemerkt, und kann durch einfaches austauschen der Bausteine behoben werden.

Warum bietet technische Redundanz keinen vollständigen IT-Schutz?

Datenredundanz ist keine Datensicherung!

Das Problem liegt auf der Hand: Was, wenn das primäre System und der redundante Ersatz gleichzeitig ausfallen? Das kann leider passieren – entweder durch einen Schaden, der beide Bauteile oder Speicher betrifft (Stromschlag, Überschwemmung, Feuer) oder durch ganz altmodisches Pech: Manchmal gehen Dinge eben zur selben Zeit kaputt.

Was passiert ohne Redundanz im System?

Ist jedes Bauteil nur einmal verfügbar und fällt ein wesentliches aus, gibt es so schnell kein Ersatz und im schlimmsten Fall, bleibt der Server aus! Wenn die Festplatte beispielsweise ausfällt, können viele Daten verloren gehen und müssen mühsam wiederhergestellt werden. Fallen Komponenten wie Prozessor oder Arbeitsspeicher aus, müssen diese erst neu beschafft und eingebaut werden, bevor der Betrieb fortgesetzt werden kann. Bei einem redundanten System kann das nicht passieren, da die Komponenten doppelt vorhanden sind, ihre Systeme laufen dann einfach weiter.

In solchen spontanen Fällen, die sonst zu einem Systemausfall führen würden, springt die Redundanz ein.

Redundante Sicherheitskopien sind nur das erste Auffangnetz für kleinere Störungen oder IT-Probleme, um den laufenden Betrieb sicherzustellen. Sie haben aber nicht das Potenzial, die komplette Ausfallsicherung alleine zu stemmen. Denn ihr größter Vorteil (die automatische Synchronisation) kann gleichzeitig zu einem Problem werden: Wenn Ihr System von einem Virus infiziert ist oder ein anderes, grundsätzliches Problem auftritt, wollen Sie vielleicht den Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederherstellen.Hier kommen Backups ins Spiel.

Regelmäßige Backups schützen Ihre Daten

Es ist manchmal etwas schwierig, zwischen Sicherung und Redundanz in der IT zu unterscheiden. Grundsätzlich gilt: Redundanz sorgt für möglichst wenig Ausfälle, Backups sind die einzige Wiederherstellungsmöglichkeit, falls ein Ausfall eintritt. Mit einem Backup machen Sie im Prinzip eine Zeitreise: Sie kehren zu einem bestimmten Systemzustand zurück. Alle Dateien, Ordner und Änderungen sind genau so konserviert, wie Sie sie abgespeichert haben.

Sinnvoll ist ein regelmäßiges, automatisches Backupsystem, das mehrere Wiederherstellungspunkte in unterschiedlichen Intervallen speichert. Sie können selbst entscheiden, welche Teile Ihres IT-Systems Sie wie oft sichern: Oft lohnt es sich nicht, die zugrundeliegende Ordnerstruktur oder selten benutzte Archive so häufig zu speichern wie Ihre Mails oder aktiv genutzten Dateien. Ein durchdachter Plan zur Datensicherung hilft Ihnen dabei, Ressourcen sinnvoll zu nutzen und Backups regelmäßig zu setzen.

 

Fazit: Die Kombination aus redundanter Technik und Backups bringt mehr Sicherheit

Redundanz ist ein IT-Sicherheitssystem, das Ihr Unternehmen in Echtzeit vor Ausfällen bewahrt. Es betrifft die ganze Art, wie Ihre IT-Infrastruktur aufgebaut ist und lässt sich auch auf die Datensicherung anwenden. Backups dagegen bieten keinen unmittelbaren Schutz vor Systemfehlern – um aber bei einem eventuellen Ausfall die verlorenen Daten wiederherzustellen, ist es zwingend erforderlich ein Backup zu haben. Nur eine Kombination aus beiden Systemen bietet umfassenden Schutz für Ihre IT.

 

Sie wissen, dass Backups und Systemredundanzen wichtig sind? -> Wir beraten Sie gerne zu möglichen Systemlösungen und unterstützen Sie bei der Integration in Ihre Systemumgebung.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 votes, average: 4,67 out of 5)
Loading...

Ihre Meinung ist uns wichtig

Ihre Meinung