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Tech-Share: E-Mail Server Überwachen: Monitoring für Exchange und Co.

02
Jan

2020
SENTINEL
Blog
- Jan 2020
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Exchange Server sind zentrale Bestandteile von IT-Infrastrukturen. Ihre Überwachung und das Monitoring gehören zu den wesentlichen Aufgaben der Adminstratoren und IT-Abteilungen von Unternehmen. Anhand des fiktiven Unternehmenskunden “Meyer AG” soll hier dargestellt werden, wie das Monitoring mit dem Tool PRTG E-Mail Round Trip eingerichtet und konfiguriert werden kann.

Um den Exchange Server von “Meyer AG” zu überwachen, wird der IMAP-Sensor von PRTG genutzt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass zur Überwachung mittels der Funktion E-Mail Round Trip nur IMAP (Internet Message Access Protocol) oder POP3 (Post Office Protocol Version 3) unterstützt werden. Als Protokoll für ausgehende Nachrichten dient das SMTP Protokoll (Simple Mail Transfer Protocol).

 

Notwendige Freigaben in der Firewall

Je nachdem, welches Verfahren, IMAP oder POP3, verwendet wird, müssen zunächst folgende Ports in der Firewall von “Meyer AG” freigegeben werden:

1. Für ausgehende Nachrichten:

  • SMTP Protokoll >Port 25

  • SMTP TLS (verschlüsselt) > Port 587

2. Für eingehende Nachrichten:

  • IMAP TLS > Port 143

  • IMAP SSL (verschlüsselt) > Port 993

  • POP3 > Port 110

  • Pop3 SSL (verschlüsselt) > Port 995

 

Die Funktionsweise von PRTG E-Mail Round Trip kurz dargestellt

Das Monitoring Tool “E-Mail Round Trip” überwacht mittels Sensoren den gesamten Übersendungsprozess einer E-Mail. Damit sollen die Integrität und die Vollständigkeit der E-Mail während der Zustellung gewährleistet werden. Hierfür sieht PRTG zwei Sensoren vor, einen für SMTP und POP3 sowie einen für SMTP und IMAP.

Die nebenstehende Illustration veranschaulicht die Konfiguration für unser Musterbeispiel “Meyer AG”:

  1. In einem ersten Schritt liefert das Monitoring Tool PRTG die E-Mail (Muster-Account 1) per SMTP-Protokoll an unseren Mailserver. Dies funktioniert entsprechend einem E-Mail Client. 

  2. Als zweiten Schritt ist der Muster-Account so eingerichtet, dass er beim Empfang von dieser Adresse aus an einen anderen beliebigen Server im Unternehmensnetzwerk weiterleitet. Es kann sich dabei auch um denselben Server handeln. Die E-Mail ist dabei mit einem eindeutig identifizierbaren Code versehen.

  3. Als dritten Schritt fragt PRTG die E-Mails vom IMAP-Server (Muster-Account 2) im Sekundentakt solange ab, bis die Test-E-Mail angekommen ist.

Die Einrichtung eines IMAP-Übermittlungssensor im Einzelnen

Anhand unseres Beispielkunden “Meyer AG”soll nun die Einrichtung eines IMAP-Sensors Schritt für Schritt dargestellt werden.

  1. Zunächst werden neue “Monitoring” User beim Unternehmen “Meyer AG” eingerichtet. Hierzu wählen wir uns auf dem AD (dem Verzeichnisdienst Active Directory) von “Meyer AG” ein und öffnen die AD-User Console. Dort werden zwei neue User für das Monitoring angelegt. Gleichzeitig richten wir zu unseren neuen “Monitoring User” ein Exchange Postfach ein.

2. Im zweiten Schritt werden die IMAP Ports des Exchange-Servers und die IMAP-Dienste überprüft. In der Exchange Verwaltungskonsole gehen wir zunächst auf “Server”. Dort gelangen wir über den “Bleistift” zu den IMAP-Einstellungen des Exchange Servers von “Meyer AG”.

Unter dem Reiter “IMAP4” wird überprüft, ob der Dienst einsatzbereit ist und ob die Standardports richtig eingerichtet sind. Es handelt sich wie oben beschrieben um die freizugebenden Ports 143 (TLS) und 993 (SSL). 

Wenn der Dienst im Exchange Server richtig eingerichtet ist und läuft, sollte zusätzlich unter den “Windows Diensten” folgendes überprüft werden: 

a) Ist der Dienst Microsoft Exchange IMAP4 gestartet und auf “automatisch” gesetzt?
b) Ist der Dienst Microsoft Exchange-IMAP4-Back-End gestartet und ebenfalls auf “automatisch” gesetzt?

Im nächsten Schritt überprüfen wir die Möglichkeit, sich beim Exchange Server anzumelden . Dies setzt voraus, dass der entsprechende Haken beim Exchange User gesetzt wurde.

Konnte erfolgreich eine IMAP & SMTP Verbindung für unseren Beispielkunden “Meyer AG” aufgebaut werden, ist zum Abschluss noch die Einrichtung des Monitoring in PRTG erforderlich. 

Dazu wird in unserem Beispiel der Sensor “SMTP&IMAP-Übermittlung” verwendet. Dort werden die erforderlichen Parameter in PRTG ausgefüllt und der Sensor aktiviert. Zeigt der Sensor nachfolgend einen UP-Status an, bedeutet dies, dass der Server E-Mails korrekt sendet und empfängt. 


In unserer Blog Serie “Tech-Share” stellen wir Ihnen hilfreiche Tipps und Tricks vor. Eine 100%ige Garantie auf Erfolg können wir Ihnen allerdings nicht geben. Wir empfehlen immer Änderungen und Einstellungen von geschultem Fachpersonal durchführen zu lassen und vorab zu Testen bevor diese auf kritischen Systemen live gehen. Für Anregungen und Tipps sind wir immer dankbar. Wenn Ihnen keine eigene Fachkompetenz im Hause zur Verfügung steht und Sie hierbei Unterstützung benötigen, können Sie sich vertrauensvoll an unsere technischen Ansprechpartner wenden. 040/226 16 39-70

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