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Terminalserver: Remote arbeiten, aber bitte richtig und bitte auch per macOS und Linux!

07
Mai

2020
SENTINEL

Der Terminalserver ist nicht erst seit Covid-19 und Home-Office ein sehr dienstbarer Geist. Microsoft führte den Terminalserver bereits 1996 mit Windows NT 4.0 ein und hilft so, die IT im Unternehmen zu vereinfachen und Kosten zu senken. Aber was genau steckt dahinter? Und welche Optionen genau gibt es?

Wie nutze ich den Terminalserver am besten?

„Am besten täglich!“ lautet die ehrliche und auch etwas ironische Antwort. Warum das so ist, erklären wir gleich und auch wie man das am einfachsten macht. Doch zuvor möchten wir noch sicherstellen, dass wir beide vom Gleichen sprechen.

Was ist ein Terminalserver?

Der Terminalserver bietet all Ihren Anwendungen ein höchst performantes Zuhause. Sie können alle diese Anwendungen nutzen. Das tun Sie aber nicht auf dem Server, sondern auf Ihrem PC, Notebook oder einem anderen Computer, den Sie dafür nutzen möchten. Der PC, der Notebook oder der andere Computer verbindet sich mit dem Terminalserver und gibt Ihnen das Gefühl, auf dem Terminalserver zu arbeiten – so wie immer eben. Tatsächlich sitzen Sie aber weit weg am PC, Notebook oder dem anderen Computer – Ihre Anwendung jedoch läuft auf dem Terminalserver.

Wie funktioniert der Terminalserver?

Der Terminalserver steht typischerweise im Unternehmen, meist im Rechenzentrum. PC, Notebook oder der andere Computer stehen typischerweise in Ihrem Büro oder in Ihrem Hotelzimmer oder in Ihrem Home Office oder an einem anderen (fast) beliebigen Ort. Damit PC, Notebook & Co. Ihnen diesen Service bieten können, verbinden sie sich mit einer sogenannten Remote Desktop Verbindung mit dem Terminalserver. Ab diesem Zeitpunkt fungiert Ihr PC oder Notebook als Leinwand für den Terminalserver und Ihre Tastatur und Maus sind praktisch mit einem sehr langen Kabel mit dem Terminalserver verbunden.

Wie nutze ich den Terminalserver denn nun am besten?

Die Antwort lautet: indem Sie dort all Ihre Anwendungen installieren und Ihren PC oder Notebook (oder beide und andere PCs) mittels einer Remote Desktop Verbindung mit dem Terminalserver verbinden. Jetzt wissen Sie ja bereits, was das ist und warum es so einfach funktioniert.

Welche Vorteile bietet mir der Terminalserver?

Sie werden es schon erahnen: Sie haben stets all Ihre Anwendungen in gewohnter Weise für Ihre tägliche Arbeit zur Verfügung. Sie werden nie wieder Software auf Ihrem PC oder Notebook installieren müssen. Sie werden auch keine Daten auf Ihrem PC oder Notebook ablegen müssen. Die liegen stets auf dem zentralen Terminalserver – ganz egal, wo Sie gerade sitzen und daran arbeiten.

Was Sie noch nicht ahnen werden: Alle Kollegen in der Abteilung können die gleiche, einheitliche Arbeitsumgebung mit diesen Anwendungen nutzen, wenn Sie das möchten. Das erleichtert die Zusammenarbeit im Team. Da kann man sich leichter gegenseitig helfen. Und es reduziert den Betreuungs-Aufwand in der IT-Abteilung erheblich.

Wie sicher ist das Arbeiten mit dem Terminalserver?

Sehr. Zumindest, wenn man für die Verbindung zwischen dem Terminalserver und dem PC oder Notebook eine VPN-Verbindung nutzt. Aber das macht man heutzutage stets so und auch genau aus diesem Grund. Was ist eine VPN-Verbindung? VPN ist die Abkürzung für Virtual Private Network. Es steht für eine sehr sichere (Netzwerk-)Verbindung zwischen zwei Computern, die als „privat“ – also ohne Zugang für Dritte – betrieben wird. Virtual heißt das ganze deswegen, weil es zwar diese Sicherheits-Funktion erfüllt, jedoch über das öffentliche Internet aufgebaut wird. Eine sehr clevere Angelegenheit also. Dritte bekommen hier nicht mit, welche Daten Sie gerade bearbeiten und was Sie gerade tun.

Ketzerfrage: Wann sollte man einen Terminalserver NICHT nutzen?

Ja, es gibt auch Anwendungsfälle, in denen der Terminalserver nicht ganz so geeignet ist. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Sie grafikintensive Anwendungen wie CAD-Software, Photoshop oder Software zur Videobearbeitung oder Video generell nutzen.

Woran liegt das? Nun, der Terminalserver überträgt lediglich die Änderungen der Bildschirminhalte an Ihren PC oder Notebook, den sogenannten Client. Dieser dient ja mehr als Leinwand für den Terminalserver. Gerade bei grafikintensiven Anwendungen bringen die Änderungen wesentlich höhere Datenvolumen mit sich, welche dann durch die Leitung gejagt werden. „Kompression und Optimierung“ des Terminalservers und die Leitung werden da arg gestresst, um noch zu einer brauchbaren Performance auf Ihrem PC oder Notebook im Home Office zu kommen.

Was muss ich tun, damit ich ebenfalls den Terminalserver nutzen kann?

Erster Schritt: Sie rufen jetzt unsere Experten unter 040/226 16 39-40 an. Sie beantworten Ihnen gerne alle Fragen und zeigt Ihnen den kürzesten Weg zu Terminalserver und Home Office für Sie und Ihr Unternehmen auf.

Sie benötigen schnell einen Terminalserver aber möchten selber keine Hardware anschaffen? Wir können Ihnen kurzfristig und über einen bestimmten Zeitraum Terminalserver zum Leihen anbieten, Hardware, Installation und Bereitstellung inklusive! Die Laufzeit ist variabel; sprechen sie unseren Experten einfach drauf an!

Alternativen, Know-How, Tipps und Tricks

Welche Alternativen gibt es zum Terminalserver?

Für den Einsatz unter Microsoft Windows steht Ihnen beispielsweise Teamviewer zur Verfügung. Teamviewer ist ganz einfach zu installieren und lässt Sie ebenfalls auf Ihrem Computer im Unternehmen arbeiten als säßen Sie just davor.

Was ist der Unterschied zwischen Teamviewer und dem Terminalserver bzw. RDP?

Es gibt drei wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Tools:

1. Mit oder ohne Zuschauer

Wenn Sie mit Teamviewer arbeiten, kann gleichzeitig jemand am Computer im Unternehmen arbeiten, auf den Sie sich mit Ihrem PC oder Notebook verbunden haben. Mit dem Terminalserver geht das nicht. Ob Sie das wollen oder nicht, hängt von Ihrer Anwendung ab. Ob es für Sie überhaupt relevant ist und ob Sie gerade das aus Sicherheitsgründen vermeiden wollen, erklären Ihnen gerne unsere Experten unter 040/2261639-30.

2. Sicherheitsaspekte

Für den Terminalserver bzw. RDP konfigurieren Sie die Portweiterleitung auf der Firewall oder dem Router des Remotecomputers (Servers). TeamViewer arbeitet ohne dieses Feature und ohne andere Firewall-Konfigurationen. Hier spielen also Komfort und Sicherheitsaspekte eine Rolle. Hatte ich erwähnt, dass unsere Experten unter 040/2261639-30 dazu Ihre Fragen beantworten?

3. Plattformen

TeamViewer ist wesentlich unabhängiger in der Plattformunterstützung. Mit TeamViewer können Sie eine Verbindung zu oder von Windows, MacOS, Linux, Chrome OS, Android, iOS, Windows Mobile, BlackBerry und Raspberry Pi herstellen.

Wie nutze ich den Terminalserver mit Linux, macOS, iOS, Android & Co.?

Die Windows-Clients für die Remote Desktop Verbindung stehen natürlich nur unter Windows zur Verfügung. Das würde eigentlich andere Betriebssysteme als Zugangsmöglichkeit ausschließen. Doch es gibt tatsächlich weitere Clients, mit denen Sie Remote Desktop Verbindungen herstellen können.

FreeRDP 1.0.2-rc2

Auf Github kann man FreeRDP downloaden. FreeRDP ist für macOS und für Linux erhältlich.

OpenVPN

Open VPN ermöglicht eine VPN-Verbindung von iPhone und iPad aber auch von Android Geräten zu einem VPN-Server.

Gibt es den Terminalserver auch für Linux und macOS?

Ja, wenn es den Terminalserver auch auf macOS und auf Linux gäbe, das wäre fein. Den Terminalserver von Microsoft gibt es dort nicht, aber die beiden Betriebssysteme haben ihre eigenen RDP-Tools.

Apple Remote Desktop: ein RDP-Client für macOS

Apple hat natürlich die Vorteile eines Remote Desktop Client ebenfalls erkannt und ein Tool bereitgestellt. Apple Remote Desktop heißt es und es bietet die Option, den eigenen Mac über eine Fernsteuerung zu nutzen. Wie man das installiert, kann man hier nachlesen – oder unsere Experten unter 040/2261639-30 anrufen.

VNC-Client für einen Ubuntu 16.04 Server

VNC heißt Virtual Network Computing und kann mit einer Remote Desktop Verbindung verglichen werden. So existiert beispielsweise ein solcher VNC-Client für Ubuntu 16.04 Server. Wer diesen dort installiert, kann von seinem Windows-PC oder Notebook aus auf seinem Ubuntu 16.04 Server arbeiten. Wie man das installiert? Unsere Experten stehen für Rückfragen unter 040/2261639-30 zur Verfügung.

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