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Viel Platz für Daten: Storage-Systeme im Praxis-Check

13
Sep

2017
SENTINEL
SENTINEL IT-Blog: Know-How
- Sep 2017
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Früher waren 16 Gigabyte Speicherplatz so viel, dass man nicht wusste, wie man all diesen Platz jemals vollladen sollte. Heute reicht schon Windows aus, um diesen Platz vollkommen einzunehmen. Denn mit der Zeit sind nicht nur die Festplatten größer geworden, moderne Dateiformate brauchen auch einfach mehr Platz. Gerade im Business-Bereich müssen Sie oft mit großen Archiven und Dateien arbeiten, die irgendwo ihren Platz finden müssen. Storage-Systeme helfen dabei, die Daten zentral verfügbar zu machen, vor Zugriff durch Dritte zu schützen und regelmäßig Sicherungen zu erstellen. Wir vergleichen für Sie die gängigen Systeme: DAS, SAN und NAS haben jeweils ihre Vor- und Nachteile. Bei uns lesen Sie, welches Format sich für Sie und Ihr Unternehmen besonders eignet.

DAS, SAN und NAS: Lokaler Speicher direkt am Server

Es gibt einige Möglichkeiten, Storage-Systeme in das eigene Netzwerk einzubinden. Die Speichereinheiten werden dabei den Servern zur Verfügung gestellt und befinden sich physisch in der Nähe des Netzwerks. Man unterscheidet hier drei verschiedene Arten, diese Verbindung einzurichten:

  • Direct Attached Storage (DAS)

    DAS ist das einfachste System: Mit einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung (in der Regel einem Kabel) werden Speicherplatz und Server zusammengeschlossen. Zusätzliche Hardware ist nicht nötig. Sehr simpel, aber schwer zu skalieren – meist erfolgt die Anbindung per SAS und ist auf maximal 4 angebundene Server beschränkt. Genug für kleine Unternehmen, nicht ausreichend, wenn das System darüber hinaus wachsen können muss.

  • Storage Area Network (SAN) Storage

    SAN erweitert das DAS-Prinzip: Speicherplatz und Server sind per Ethernet verbunden. Das erlaubt den Anschluss mehrerer Speichersysteme an einen einzigen Port per Netzwerk-Protokoll. Im Gegensatz zu DAS ist die Einrichtung relativ aufwändig und benötigt zusätzliche Ausrüstung, ist aber weiter skalierbar.

  • Network Attached Storage (NAS)

    NAS ist mittlerweile der Standard. Er funktioniert im Prinzip wie eine kleine Festplatte im Büro, die per Netzwerk an den Server angeschlossen wird. Der Zugriff ist einfacher gelöst als beim SAN und funktioniert auch von außerhalb. Standard-Netzwerkprotokolle machen die Technik günstiger, allerdings lässt sich mit SAN-Storages eine performantere Anbindung realisieren.

  • Je nach Anforderungen an die Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Performance der Storage-Systeme kommen für Unternehmen alle drei Lösungen mit unterschiedlicher Gewichtung, je nach Anwendungsbedarf, in Betracht. Allerdings geht es bei DAS, SAN und NAS nur um den Verbindungstyp, also die Anbindung des Speichers an die Serversysteme. Welche Varianten gibt es bei den Speichermedien selbst?

    All-Flash oder Hybridlösung: Die Wahl der Datenträger

    Klassische HDDs findet man kaum noch bei Storage-Systemen. Aus gutem Grund: Flash-Speicher und SSDs bieten mehr Performance bei besseren technischen Bedingungen. Die modernen Datenspeicher können Daten erheblich schneller verarbeiten und speichern – ideal, wenn Sie kurze Ladezeiten und einen schnellen Zugriff benötigen.

    Reine SSD-Konzepte, sogenannte „All-Flash“ Speicher, sind zwar blitzschnell und sehr effektiv, aber sehr teuer und für die meisten Unternehmen unnötig. Zum Einsatz kommen sie vor allem für den Betrieb großer Datenbanken wie zum Beispiel für ERP, BI oder Warenwirtschafts-Systeme oder für Systeme, auf die viele Anwender gleichzeitig zugreifen. Als ganzheitliche Lösung für alle Serversysteme kommen All-Flash Speicher nur selten zum Einsatz.

    Gerade Archivdateien, die häufig einen großen Anteil des Speichers ausmachen, verändern sich kaum und brauchen die extrem starke Zugriffsgeschwindigkeit der SSD gar nicht. Hybridsysteme sind ideal: So speichern Sie unveränderliche Daten, die Sie nur selten benötigen, auf preiswerten Festplatten, während Sie mit den integrierten SSDs als Cache, also als Zwischenspeicher, sehr schnell arbeiten können. Ein Hybrid-System sorgt automatisch dafür, dass Dateien, die regelmäßig im Zugriff sind, auf den schnellen SSDs abgelegt werden. Dadurch sinkt die Reaktionszeit beim ersten Zugriff und die Performance beim Zugriff durch mehrere gleichzeitige Nutzer lässt sich deutlich steigern. Die integrierten Logiken der Hybrid-Speicher sind heute so stark, dass sich große ERP-Datenbanken mit hoher Performance auf den gleichen Systemen betreiben lassen, wie der platzhungrige File- oder Archivserver.

    Cloud-Speicher: Virtualisierte Daten ohne Platzbedarf

    Für eigene Speichersysteme müssen Sie die Hardware anschaffen, genau prüfen, welche Modelle zu Ihren Ansprüchen passen und die Geräte natürlich einrichten und regelmäßig warten. Server brauchen viel Platz und damit sie lange fehlerfrei laufen eine Klimatisierung, die die Temperatur und Luftfeuchtigkeit stabil hält – sie passen also nicht in jedes Büro.

    Cloud-Systeme nehmen Ihnen die gesamte technische Feinarbeit ab. Eine gut eingerichtete Verbindung ist genauso schnell und sicher wie ein NAS-Speicher bei Ihnen im Büro und bietet Ihnen mehr Flexibilität im Arbeitsalltag. Bei der Cloud müssen Sie sich keine Gedanken um die Protokolle und Hardware machen. Die virtualisierte Datenspeicherung per Cloud-Storage ist ideal, wenn Sie keine Kapazitäten dafür bereitstellen wollen, sich in die technischen Feinheiten der Systeme einzuarbeiten.

    Generell sollten mittelständische Unternehmen bewerten, ob Sie sich um die IT-Infrastruktur selbst kümmern, oder diese per Infrastructure-as-a-Service als definierten Cloud-Service von extern einkaufen wollen. Die Miete von Server- und Storageressourcen ist nicht nur flexibler als eigene Systeme, sondern entlastet die IT-Abteilung. Dadurch bleibt der IT-Abteilung mehr Zeit um sich um die im Unternehmen eingesetzte Software und die Digitalisierung im Allgemeinen zu kümmern.

     

    Fazit: Ihr Speicher muss mitwachsen

    Ganz gleich, für welche Variante Sie sich entscheiden: Fest steht, dass auch in Zukunft der Bedarf an Speicherplatz steigen wird. Schon heute gibt es Dateien, die größer sind als ein Gigabyte und die damit extrem viel Platz auf einer Festplatte benötigen. Mailpostfächer größer als 4 Gigabyte galten vor kurzem noch als Problemquelle, heute zählen Mailpostfächer von 30 Gigabyte und größer zum Standard. Auch regelmäßige Backups und andere Programme brauchen einen Ort, um gespeichert zu werden.

    Planen Sie vorausschauend und schauen Sie sich nach einem Storage-System um, das sich leicht erweitern und verändern lässt. Wir stehen natürlich gerne an Ihrer Seite und beraten Sie umfassend zu Ihren Alternativen.

     

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