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Vor- und Nachteile des Cloud-Hostings für Unternehmen

03
Okt

2017
me-heymeier@gmx.de
Cloud Lösungen für Unternehmen, Know-How
- Okt 2017
- Keine Kommentare

Ob Infrastruktur, Ergänzung zum Alltagsgeschäft oder clevere Software-Lösung: Viele Unternehmen setzen auf Cloud-Hosting, um die eigene IT-Abteilung zu entlasten. Wer den Umstieg auf die Cloud verschläft, der hat vielleicht in wenigen Monaten oder Jahren das Nachsehen. Aber natürlich gibt es nachvollziehbare Einwände, die gegen das Cloud-Hosting sprechen. Wir haben die Vor- und Nachteile beim Cloud-Hosting für Unternehmen in zahlreichen Gesprächen mit Interessenten, Mitbewerbern und Kollegen gesammelt. Was spricht für die Cloud, was spricht dagegen? Erfahren Sie es bei uns im Blog!

Cloud-Hosting für Unternehmen – 10 Vor- und Nachteile im Überblick

Flexibilität

Wieviel Flexibilität schafft der Umstieg auf die Cloud wirklich? Und ist es nicht riskant, sich an den Cloud-Anbieter zu binden?

Das spricht gegen die Cloud: Nach Vertragsabschluss und der Umstellung auf die Cloud sind Sie an Ihren Cloud-Dienstleister gebunden und ein Stück weit von ihm abhängig. Auch der Technologie-Stack spielt noch eine Rolle – einmal bei Amazon AWS, ist die Auswahl anderer Anbieter gering oder der nächste Umstieg aufwändiger. Auch die Art des Cloud-Services sollte berücksichtigt werden: Umso größer die Rolle des Cloud-Anbieters, desto größer das Risiko. So besteht bei Software-as-a-Service (SaaS) eine 100% Abhängigkeit, während sich Infrastruktur-as-a-Service Anbieter gegeneinander Austauschen lassen, wenn der Technologie-Stack derselbe ist (zum Beispiel: Microsoft, VMware oder CITRIX).

Das spricht für die Cloud: Eine Cloud auf Basis von Infrastructure-as-a-Service kann relativ problemlos umziehen und wieder in ein stationäres Netzwerk umgewandelt werden (wobei man das sorgfältig planen und umsetzen muss). Ist die IT erst einmal virtualisiert, kann sie absolut flexibel vergrößert werden und mehr Leistung in Spitzenzeiten bringen. Die Performance übernimmt der Cloud-Dienst – und wird für Ausfallzeiten schnell in Regress genommen – anders als Sie es mit interner IT je könnten. Sollte es zu ernsten Problemen kommen, wechseln Sie zu einem Anbieter mit vergleichbaren Services. Sie können also flexibel und ohne lange Vorlaufzeit planen.

Sicherheit

Die Übertragung der Server und Daten zu einem Cloud-Anbieter fühlt sich erst einmal nicht sicher an. Aber wie steht es um die Sicherheit im Vergleich zu eigenen Lösungen?

Das spricht gegen die Cloud: Ein Angriff auf den Cloud-Anbieter gefährdet die Sicherheit Ihrer Systeme und Daten, und wenn der Cloud-Anbieter Fehler im Sicherheitskonzept hat, betrifft dies Ihre Systeme genauso, wie alle anderen Kunden des Cloud-Anbieters.

Das spricht für die Cloud: Öffentliche und private Clouds sind wahre Bollwerke und im Vergleich zur eigenen IT wesentlich sicherer. Komplexe IT-Systeme und logisch getrennte Netzte verringern viele Risiken erheblich. Bei allen Cloud-Hostern gibt es eigene Sicherheitsexperten, die sich ausschließlich um die Absicherung der Daten kümmern und alle Abwehrmaßnahmen managen. Patches werden jederzeit eingespielt, Updates sofort installiert und allgemein kümmert sich der Cloud-Provider um alles, was im Arbeitsalltag sonst gerne auf der Strecke bleibt – vertraglich geregelt. Welches Unternehmen kann das schon von der eigenen IT behaupten?

Preis

Die Preise für Hardware sinken, während die Anforderungen an die Systeme steigen. Es ergibt sich keine nennenswerte Veränderung in den IT-Investitionen für Unternehmen. Lohnt sich ein Cloud-Hosting im Vergleich?

Das spricht gegen die Cloud: Die erste Zahl im Kostenvoranschlag ist meist überraschend hoch. Grundsätzlich könnten Sie mit internen Systemen auch günstiger fahren, aber…

Das spricht für die Cloud: … dafür ist die Cloud bei den laufenden Kosten im Vergleich zu einem eigenen Datencenter erheblich günstiger, wenn alle Faktoren berücksichtig werden.
In den Kosten werden nicht eben nur Serverhardware und Lizenzen, sondern auch die Stromversorgung, Anbindung, Personal, Sicherheits-Audits, Installation, Wartung- und Support, geeignete Gebäude (Rechenzentren) und vieles mehr umgelegt. Sie zahlen in der Regel pro Monat für den Rundum-Sorglos-Service und es wird Ihnen nur das berechnet, was Sie tatsächlich nutzen. Dafür müssen Sie sich nie wieder mit großen Anschaffungen belasten. Viele kostenintensive Investitionen fallen weg – die Cloud lohnt sich also finanziell. Das ist ein großer Vorteil beim Cloud-Hosting.

Personal

Beim Cloud-Hosting wird nicht bloß Hardware outgesourced. Vor allem kaufen Sie sich auch indirekt das notwendige KnowHow für den Betrieb der IT-Infrastruktur. Was bedeutet das für Ihre Personalstruktur?

Das spricht gegen die Cloud: Wenn Sie alle Hardware und Software im eigenen Unternehmen stehen haben, haben Sie die vollkommene Kontrolle über Ihre Ressourcen. Mit einem Experten als IT-Verantwortlichen oder einer gut ausgestatteten EDV-Abteilung können Sie Ihre Technik individuell abstimmen und auf die Bedürfnisse des Unternehmens maßschneidern.

Das spricht für die Cloud: Ihre IT-Mitarbeiter können sich auf das Wesentliche konzentrieren, wenn die Hardware und das ewige Updaten und die Backups outgesourct sind. Die Cloud bietet mehr als genug Möglichkeiten, die Angebote und Funktionen per IaaS an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens anzupassen. Damit kann sich Ihr Personal auf unternehmensspezifische Aufgaben konzentrieren und ist weiterhin flexibel in der Umsetzung. Letztendlich bedeutet das für Sie: mehr Personal dort, wo es am dichtesten an der Wertschöpfungskette ist (Prozessoptimierung, Schnittstellen, ERP-Administration etc.) und weniger Personal im allgemeinen Betriebsaufwand.

Anbindung und Verfügbarkeit

Cloud vs. Eigene IT-Infrastruktur: das bedeutet, dass die Entfernung zwischen dem Unternehmen und den eigenen Servern größer wird und außerhalb des eigenen Einzugsbereiches liegt. Ein Risiko?

Das spricht gegen die Cloud: Damit das Cloud-Computing in Ihrem Unternehmen funktioniert, muss es eine stabile und direkte Internetverbindung geben. Wenn das Internet tot ist, geht gar nichts mehr.

Das spricht für die Cloud: Bei einer Cloud-Lösung in Ihrem Unternehmen wird im Vertrag festgelegt, welche Erreichbarkeit garantiert wird und wie der Verbindungsstandard dazu aussieht. Die garantierte Verfügbarkeit liegt dabei meist bei 99,9% der Arbeitszeit im Jahr, bei guten Anbietern 99,98% bis 99,99%. Sollte Ihr Cloud Provider es aus irgendwelchen Gründen nicht schaffen, diese Verbindung sicherzustellen, liegt das Risiko bei ihm. Denn es sind Vertragsstrafen vorgesehen, die fällig werden, sollte die Cloud einmal nicht verfügbar sein. Über separate Standortanbindungen lässt sich das Ausfallrisiko auf Kundenseite außerdem erheblich senken. Besonders bei Unternehmen mit mehreren Standorten gibt es in Bezug auf die Anbindung und Verfügbarkeit deutlich mehr Argumente für ein Cloud-Hosting, als dagegen.

Komplexität

Gegenüber hausinterner IT ist das Cloud-Thema geradezu brandneu – und entsprechend viele „Marketing-Begriffe“ fliegen durch’s Netz, scheinbar ohne jede Definition. Und nun?

Das spricht gegen die Cloud: Die erste Konfrontation mit dem Cloud-Hosting kann gerade für nicht sehr technikaffine Geschäftsführer schwierig sein. All die neuen Begriffe und Möglichkeiten scheinen viel undurchsichtiger als das gute, alte Firmennetzwerk. Das Unternehmen kommt nicht drum herum sich mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen und zumindest ein Grundwissen zu erlangen, bevor ein solches Projekt startet. Begriffe wie Private-Cloud, Public-Cloud, Infrastructure-as-a-Service und Pay-as-you-go, sowie das Allocation Payment-Model sind wichtig für eine Entscheidung.

Das spricht für die Cloud: Schnell, unkompliziert, sicher: Cloud-Hosting ist eine gute Alternative – gerade, wenn man firmenintern eben wenig technisches KnowHow hat. Denn der Cloud-Dienstleister kümmert sich um alle wichtigen Aspekte und um regelmäßige Sicherheitsupdates. Vertraglich lassen sich dann die für Sie wichtigen Punkte festzurren: Verfügbarkeit, Reaktionszeiten, Ressourcenmengen, Backup-Pläne, und zusätzliche Servicezeiten. Durch eine ausführliche Beratung bekommen Sie genau das Angebot, welches Sie brauchen – und Sie zahlen ausschließlich die Leistung, die Sie nutzen. Wenn es erstmal losgeht, sind Cloud-Ressourcen wirklich die bessere und flexiblere Variante!

Alltagstauglichkeit von Cloud-Infrastruktur

Lassen sich alle gängigen Anwendungen von mittelständischen Unternehmen in der Cloud betreiben? Und was passiert beim Internetausfall in den Standorten?

Das spricht gegen die Cloud: Grundsätzlich lassen sich alle Anwendungen in der Cloud betreiben, ein Negativ-Effekt kann entstehen, wenn veraltete Software zum Einsatz kommt, die sehr Netzwerk-lastig aufgebaut ist. Hier muss gegebenenfalls eine Lösung wie zum Beispiel ein Terminalserver oder Citrix XenApp eingesetzt werden, um diese performant in die Standorte zu bringen. Das erhöht natürlich die Kosten und den Aufwand beim Umzug.
Wenn das Internet weg ist, stirbt auch die Cloud. Zwar ist der Business-Impact heute bei einem Internetausfall ohnehin schon groß, aber klar ist: durch den Einsatz von Cloud-Servern wird die Auswirkung noch einmal deutlicher.

Das spricht für die Cloud: Auf Basis von Infrastructure-as-a-Service betreiben Sie alle Anwendungen, die Sie heute im Unternehmen haben, ohne großen Aufwand bei der Migration. Durch die performante Cloud-Infrastruktur läuft nach der Umstellung alles besser und schneller – und dank des hohen Standards bei einem Cloud-Anbieter auch sicherer. Für größere Standorte bietet sich auch die Cloud-Anbindung per MPLS an, hier erhalten Sie eine direkte Leitung zu den Cloud-Ressourcen welche betreiberseitig auch mit Entstörungszeiten von 4 Stunden erhältlich sind.
Die Auslagerung der IT-Systeme auf Infrastructure-as-a-Service Cloud-Dienste ist ein Transfer vom Betriebsrisiko und Management-Aufwand. Sie geben damit viele technische Aufgaben an Experten ab und können sich durch den Vertrag sicher sein, dass Sie immer online bleiben. Im Geschäftsalltag haben Sie den Kopf frei für die Aufgaben, die wirklich zählen. Alltagstauglich ist das Cloud-Hosting für mittelständische Unternehmen damit auf jeden Fall!

Skalierbarkeit

Die IT-Infrastruktur in mittelständische Unternehmen muss immer flexibler auf die Anforderungen reagieren. Planungszeiträume von 36 Monaten oder mehr lassen sich kaum noch berücksichtigen.

Das spricht gegen die Cloud: Meist müssen auch bei Cloud-Anbietern bestimmte Kontingente abgenommen werden. Die volle Flexibilität besteht also nicht, oder nur zum Aufpreis. Dann könnte man argumentieren, dass auch ein interner Server einfach erweitert werden kann, oder?

Das spricht für die Cloud: Eben nicht. Denn wenn Sie zu Spitzenzeiten viel Rechenpower brauchen, sind diese spontan benötigt. Da ist keine Zeit für eine Konzepterstellung, Ausschreibung, Beschaffung, Integration und Tests. Mit einer Cloud passt sich Ihre Verbindung und die Rechenpower automatisch dem Bedarf an, aus einem Ressourcenbestand der schon vorhanden ist und nicht erst beschafft werden muss. Das ist auch ideal für größere Unternehmen, für deren Datenbanken und ERP-Systeme viel Power zur Verfügung stehen muss. Denn mit einer Cloud können Sie High-Performance Ressourcen mieten, für die Sie sonst eigene, spezielle und extrem teure Hardware benötigen würden.

Nachhaltigkeit / Green IT

Die Rechenzentren großer Cloud-Anbieter verbrauchen bekanntlich so viel Strom wie ganze Kleinstädte. Ist das ökologisch sinnvoll und vertretbar?

Das spricht gegen die Cloud: Große Server brauchen viel Energie und müssen 24/7 laufen. Dadurch haben sie einen großen Stromverbrauch und benötigen viele Ressourcen, um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Ein „Stromsparmodus“ ist in solchen Rechenzentren nicht realisierbar.

Das spricht für die Cloud: Ein moderner Bus und ein älteres Auto mit vier Sitzplätzen verbrauchen etwa gleich viel Benzin und stoßen eine ähnliche Menge an Schadstoffen aus. Dafür transportiert der Bus erheblich mehr Menschen.
So ähnlich sieht es mit der Servertechnik aus: Ein großer Cloud-Server kostet insgesamt weniger Strom und Energie als hunderte oder tausende kleine Server, die individuell in den Firmen stehen. Dadurch ist der Umstieg auf die Cloud in Sachen Nachhaltigkeit ein Punkt für das gute Gewissen. Darüber hinaus setzen viele Provider zum Beispiel auf 100% Öko-Strom – auch keine Selbstverständlichkeit für ein mittelständisches Unternehmen.

Zukunft

Wohin geht der Trend? Berücksichtigt man die aktuelle Entwicklung in der IT, sollte man einen kritischen Blick auf die eigene IT-Infrastruktur werfen, denn veraltete Systeme erzeugen oft hohe Kosten im Betrieb und das Ausfallrisiko steigt. Also, sind Cloud-Ressourcen der richtige Weg?

Das spricht gegen die Cloud: Wenig.

Das spricht für die Cloud: Alles! Mit einer Unternehmens-Cloud sind sie flexibel und können den Herausforderungen der Zukunft entspannt entgegenblicken. Die Verantwortung für die Technik liegt in den Händen Ihres Cloud-Hosting Dienstleisters, der Ihnen mit Infrastructure-as-a-Service die Investition in ständig neue Computersysteme abnimmt. Der Management-Aufwand der IT-Technik ist damit outgesourct und liegt in kompetenten Händen. Ihr Personal konzentriert sich auf die Optimierung von Prozessen, schafft Schnittstellen und integriert innovative Anwendungen, um Ihren Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. So sind Sie für die Zukunft gut gerüstet!

 

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