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VPN: 5 Vorteile, Nutzen und gute Gründe, es ab jetzt immer zu verwenden

14
Mai

2020
SENTINEL
Blog
- Mai 2020
- Keine Kommentare

Natürlich geht es um Sicherheit. Beim Auto geht es auch ums Fahren. Aber so wie das Auto mehr kann, hat auch VPN mehr zu bieten. Viele wissen das noch nicht, doch Sie erfahren es jetzt sofort.

Warum VPN?

Die Arbeit im Home Office ist ja so bequem: man verbindet sich einfach übers Internet mit dem Büro im Betrieb und schon kann man arbeiten, ohne zuvor mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren zu müssen. Das klingt wie das Leben im Paradies. Das wäre es auch, gäbe es da nicht ein paar Risiken, die oft außer Acht gelassen werden.

Die Verbindung zwischen dem Home Office und dem Betrieb erfolgt über das Internet. Die daten werden unverschlüsselt übertragen. Das wäre fein, wenn man die Leitung nicht anzapfen und den Datenverkehr mithören könnte. Das wird dann besonders ärgerlich, wenn die übertragenen Daten vertraulich sind. VPN schiebt hier einen Riegel vor und macht die Übertragung der Daten aus dem Home Office so sicher, als würde man im Betrieb selbst arbeiten.

Wie wirkt ein VPN?

Ein VPN (Virtual Private Network) bringt hier Sicherheit ins Spiel, indem ein sogenannter VPN-Server zwischen die Kommunikationspartner gesetzt wird. Es gibt dann keine Verbindung mehr zwischen den einzelnen Teilnehmern direkt. Jeder Teilnehmer kommuniziert dann mit dem VPN-Server, welcher die Daten verschlüsselt annimmt und an den Adressaten weiterleitet. Die Verschlüsselung wird hier von der VPN-Software vorgenommen, Hacker müssen außen vor bleiben.

Was ist ein VPN-Tunnel?

„Tunnel“ ist ein Fachbegriff für die VPN-Verbindung. Der Begriff steht auch als Sinnbild für einen „unterirdischen Gang mit doppelter Wand und Decke“, welcher durch die bestehende Internetverbindung hindurch gegraben wird. Die „doppelter Wand und Decke“ macht deutlich, dass man von außen  nicht einfach in den „Tunnel“ hineinkommt und den Tunnel nur an den Enden betreten und verlassen kann – also ein Höchstmaß an Schutz. Technisch wird der Tunnel durch die sogenannte VPN-Software errichtet.

VPN-Vorteil #1: Schutz vor Abhören und Identitätsdiebstahl

Wenn Sie im Home Office arbeiten, nutzen Sie Ihre Internetverbindung, um mit dem Unternehmen und mit Partnern in Verbindung zu stehen. Kriminelle wissen dies und versuchen nicht selten, solche Verbindungen aufzuspüren.

Gelingt es, eine solche Verbindung auszuspähen, sind es nur noch wenige Schritte bis zum „Sniffen“, dem Mithören der übertragenen Informationen. Oftmals kann sich hier der mithörende Man-in-the-middle dazwischen schalten und die Identität eines oder mehrerer Teilnehmer annehmen. „Bitte schicken Sie mir auch noch den Quartalsbericht für Q1/2020. Auch wenn er noch nicht vollendet ist.“ wäre eine Nachricht, welche in vertrauter Umgebung womöglich nicht hinterfragt wird.

Auch Journalisten, Außendienstmitarbeiter und viele andere Gruppen müssen sich auf den Schutz ihrer Verbindung nach innen und außen verlassen können.Mit einer Verbindung über VPN wird dem Identitätsdiebstahl wirksam vorgebeugt. Zudem sorgt der VPN-Client dafür, das nur sichere Verbindungen aufgerufen werden, sollte die VPN-Verbindung mal abbrechen, wird keine andere Verbindung aufgebaut,die dann mitgelesen werden könnte.

VPN-Vorteil #2: Sichere Telefonie über VoIP

Gerade im Home-Office ist die Cloud-Telefonie ein Segen. Wir haben erst kürzlich darüber geschrieben. Wenn wir mit VoIP telefonieren, wird unsere Sprache in Form von Datenpaketen über das Internet zum Gesprächspartner übermittelt. Diese Datenpakete können unterwegs mitgelesen – genauer: mitgehört – werden. Das ist nicht jeder Person möglich, aber findige Köpfe haben hierfür Tools, wie das schon weiter oben beschriebene Programm Wireshark.

Je nach Gesprächsinhalt ist das für den „Sniffer“ mehr amüsant oder eher einträglich. Letzteres ist dann der Fall, wenn Interna aus dem Unternehmen im Telefonat besprochen werden. Wir empfehlen, für die Telefonie über VoIP generell ein VPN einzusetzen und die Sicherheitsstufe latent hoch zu halten. Der Nachteil: es kostet in der Übertragung ein wenig Geschwindigkeit, die sich je nach Verbindung minimal in der Gesprächsqualität wiederspiegelt – doch es lohnt sich.

VPN-Vorteil #3: Mobile Geräte

Immer mehr werden mobile Geräte in die Geschäftsprozesse einbezogen. Wichtige Daten werden per Knopfdruck vom Smartphone an Partner oder in den Betrieb übermittelt. Das macht deutlich, dass Übertragungssicherheit auch für mobile Geräte nötig ist. Gute VPN-Software unterstützt mobile Geräte für iOS, Android und Windows und macht sie sicher.

VPN-Vorteil #4: Mangelnde Sicherheit des eigenen PC ausgleichen

Nicht jeder Anwender im Home-Office besitzt das nötige IT-Fachwissen, um seinen PC in eine sichere Security-Festung zu verwandeln. Nutzt man dann die einfache Verbindung über das Internet, wird man für technisch versierte Kriminelle draußen sichtbar. So kann ungewollt der heimische PC, Laptop oder das Smartphone zum Ziel eines erfolgreichen Cyber-Angriffs werden.

Nutzt man VPN, so erkennt ein möglicher Angreifer nicht die IP-Adresse des heimischen PC, sondern eben jene des VPN-Providers. Und der VPN-Provider hat innerhalb seiner Infrastruktur mit Sicherheit eine wirksamere Abwehr etabliert, wie die meisten Home-Office-Anwender. Somit beugt man mit der Nutzung von VPN auch gleichzeitig vielen Cyberangriffen vor.

VPN-Vorteil #5: Sicherer in öffentlichen Netzen

Im Hotel nutzt man mal eben schnell das WLAN. Nur die Mails checken oder mal was im Internet nachsehen. Oder im Trello die Boards checken. Geben wir es doch zu, es ist praktisch, diese kostenlosen Dienste zu nutzen. Hotel, Café oder andere Hotspots bieten Bequemlichkeit, wenn unser Notebook oder Smartphone sich vergeblich abmühen, uns ins Netz zu lassen.

Leider sind derlei öffentliche Hotspots tatsächlich öffentlich und gar nicht sicher. Wussten Sie, dass jede andere Person, die sich im gleichen Netzwerk befindet, die unverschlüsselten Verbindungen anderer Endgeräte mitlesen kann? Wie das geht? Mit dem Tool Wireshark ist das problemlos möglich. Mitsniffen nennen die neugierigen Menschen diesen Zeitvertreib.

Besonders raffinierte Zeitgenossen setzen sich mit ihrem Notebook an öffentliche Plätze und eröffnen dort einen „öffentlichen Hotspot“, den sie mit vertrauenswürdigen Namen wie „Telekom“ titulieren. Wer würde da Verdacht schöpfen?

Der vermeintliche Schutz: wenn Programme selbst Daten verschlüsseln und übertragen

Der Ruf nach sicherer Übertragung von Daten ist nicht neu. Einige Softwarehersteller haben hier eine Lösung angeboten: sie verschlüsseln die Daten vor der Übertragung und der Empfänger entschlüsselt die Daten nach Erhalt. Wenn dann der „Sniffer“ zwischen beiden mithört, bleibt er außen vor. Die Sicherheit erlangt dieses Verfahren durch den Einsatz sogenannter Zertifikate und genau das ist die bedrohliche Sicherheitslücke:

Das Risiko: Zertifikat weg, Sicherheit weg

Ein Zertifikat authentisiert bzw. bestätigt die Echtheit der Gegenstelle. Doch was passiert, wenn das Zertifikat abgefangen wird? Dies kann dazu führen, dass die übermittelten Daten trotz Verschlüsselung in Klartext übersetzt und mitgelesen werden können.

„Unsinn, das passiert mir doch nicht!“

Vielen Nutzern sind die Gefahren in öffentlichen Netzen nicht bewusst. Daher haben Softwarehersteller die Initiative ergriffen und warnen, bevor sie ein Gerät mit einem öffentlichen Netz verbinden. Wenn der Nutzer die Warnmeldung liest, wird er sicher nachdenken und in kritischen Fällen keine Verbindung zu einem öffentlichen Netz eingehen. So dachten die Softwarehersteller. Doch die Realität sieht anders aus. Viele Nutzer haben es eilig und klicken die Warnmeldung einfach weg. Viele unterschätzen auch die Gefahren, die von einem öffentlichen Netz ausgehen.

Mit einem Virtual Private Network (VPN) schieben Sie all dem einen Riegel vor. Ihr Endgerät ist mit VPN nicht nur den neugierigen Blicken entzogen. Mit VPN kann auch nicht mehr „mitgesnifft“ werden. Wenn das kein Vorteil ist…

Worauf Sie bei Ihrem VPN achten sollten

Auf Geschwindigkeit achten

Die Geschwindigkeit während der Nutzung eines VPN hängt natürlich sehr stark von der eigenen Internetleitung ab. Mehrere User die im Office mit VPN arbeiten,müssen sich die Verbindung teilen. Auch spielt hier die genutzte Hardware eine große Rolle. Ist hier die Hardware und/oder die Internet Verbindung nicht auf die Menge der User abgestimmt,kann es hier schnell zu Engpässen kommen.

Erhöhte Sicherheit

Wir haben es oben schon erwähnt. Eine „Not-Aus“-Funktion in der VPN-Software erhöht die Sicherheit der VPN-Verbindung ungemein.

Mobile Geräte

Viele Hersteller bieten zudem die Möglichkeit,einen VPN auch über das Smartphone zu nutzen.

Wie könnte VPN in meinem Arbeitsbereich eingeführt werden?

Die besten Vorschläge zu VPN (und vielleicht ein paar Rückfragen) haben unsere Experten. Rufen Sie jetzt unter 040/226163930 an, damit alle Ihre Fragen beantwortet werden.

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