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Windows 7 Support Ende 14.01.2020: BSI nennt Risiken, wir zeigen die Lösungen

15
Jul

2019
SENTINEL
Blog
- Jul 2019
- Keine Kommentare

Seit Juli laufen Schlagzeilen wie „Am 14.01.2020 ist das offizielle Windows 7 Support Ende” durch die Fachpresse. Als jahrelanger Windows 7 Anwender ist man verunsichert. “Kann man Windows 7 nach 2020 weiter nutzen?” und “Wird der Windows 7 Support verlängert?” sind nur zwei der vielen Fragen, die dem IT-Admin wie dem privaten Nutzer durch den Kopf schießen. Worum es wirklich geht, wie die Situation zu bewerten ist und welche ebenso nachhaltigen wie einfachen Handlungsempfehlungen wir geben, das steht in diesem Artikel.

Windows 7 Support Ende: Welche Risiken sieht das BSI?

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI sieht den Wegfall des Supports in einer aktuellen Meldung sehr kritisch. Mit dem Ende des Supports sind keine weiteren Sicherheits-Patches mehr für Windows 7 verfügbar. Damit kann ein Gerät mit Windows 7 nicht mehr gegen neu erkannte Bedrohungen im System geschützt werden. Werden nach dem Supportende weitere Sicherheitslücken erkannt, können diese nicht mehr geschlossen werden. Das BSI sieht vor allem bei Geräten, die mit dem Internet verbunden sind ein hohes Bedrohungspotential.

Nachzulesen bei:  https://www.bsi-fuer-buerger.de

„Emotet“ oder wie konkret sind die Risiken?

Vor nicht viel mehr als einem halben Jahr machte das BSI auf eine der gefährlichsten Bedrohungen durch Malware weltweit aufmerksam. „Emotet“ heißt der heute noch aktive Mega-Virus, der im Jahr 2014 als Banking-Trojaner seine üble Karriere begann. In fremde Computer eindringen und vertrauliche, private Daten auszuspähen war seine Aufgabe. In den letzten Jahren lernte Emotet hinzu und erhielt von seinen Entwicklern Spamming-Funktionen sowie weitere Banking-Trojaner.

Was macht Emotet so gefährlich? 

Emotet kann die meisten herkömmliche Antiviren-Software-Pakete täuschen. Gegen eine Erkennung durch die üblichen Virenschutzprogramme kann sich Emotet schützen. Emotet verbreitet sich bei Privatanwendern, Unternehmen und Behörden wie ein Wurm und infiziert schnell eine große Zahl von Computern. So hat das US-Heimatschutzministerium Emotet als mit besonders hoher Zerstörungskraft ausgestattet eingestuft. Die Kosten im Schadensfall werden auf über eine Million Dollar geschätzt.

Emotet verbreitet sich vor allem über Spam-E-Mails, die oft sehr gut gefälscht und täuschend echt als reguläre E-Mails getarnt werden. Der Benutzer wird durch Anklicken bösartiger Dateien oder Links animiert. Der Empfänger wird oft mit scheinbar unverfänglichen Betreffzeilen wie „Ihre Rechnung“ oder Namen von großen Paketdiensten getäuscht. Emotet verbreitet sich über die Kontaktliste der Empfänger rasch weiter und profitiert so von einem Vertrauensbonus.

Nochmal zum Nachlesen: https://www.bsi.bund.de/

Kann man Windows 7 nach 2020 weiter nutzen?

Die Antwort des BSI lautet ganz klar „Jein“. Natürlich kann man Windows 7 auch nach dem Januar 2020 weiternutzen, es wird auf dem PC weiterhin funktionieren. Doch mit der Weiternutzung sind erhebliche Sicherheitsrisiken verbunden. Das BSI rät daher dringend dazu, Windows 7 nicht über das Support-Ende-Datum hinaus zu verwenden. Das BSI favorisiert klar den Umstieg auf andere Betriebssysteme.

Windows 7 Update auf Windows 10 oder …?

Das Update auf Windows 10 ist wie alle Versionswechsel mit gewissen nicht unbegründeten Ängsten behaftet. Werden die Clients nach dem Windows Update stabil laufen? Was, wenn das Windows 10 Update fehlschlägt? Microsoft bietet mit dem Media Creation Tool eine Möglichkeit um den Wechsel auf Windows 10 zu erleichtern. Trotzdem gibt bei einem solchen Wechsel keine Garantie, dass dies alle Daten unbeschadet überstehen. Wir empfehlen daher wichtige Daten vorher zu sichern und die Geräte neu mit Windows 10 zu installieren, wenn das Upgrade noch kostenlos möglich ist. Sollte dies nicht mehr der Fall sein, lohnt nicht nur der Wechsel auf ein neues Betriebssystem, sondern auch auf neue Hardware.

Lassen Sie sich hierzu gerne von unseren Experten aus der Disposition beraten. Tel. 040/226163930

Besser: Computer tauschen und Kosten sparen

Unsere erste einfache Lösung: 
Wesentlich sinnvoller und vor allem kostengünstiger und stabiler ist der Austausch der betroffenen Rechner. Wer nur auf Windows 10 upgradet, riskiert einen späteren Austausch des PC, der dann unter Windows 10 vielleicht doch etwas schwächelt.

Wenn ein PC-Austausch betrieblich bedingt nicht möglich ist, brauchen die Windows 7 Maschinen dringend mehr Sicherheit. Hier empfiehlt es sich, die Windows 7 Systeme in ein abgetrenntes Netzwerk zu stellen. Der Zugang zum Internet als größte Gefahrenquelle sollte geschlossen oder zumindest begrenzt werden. Das Gleiche gilt für den freien Zugriff des PC auf Server. Auch hier ist ein weniger an Zugriff ein Mehr an Sicherheit. Wer jetzt schon mal nachlesen will, was eine Need-to-Know-Firewall leisten kann, kann dies tun und seinem Chef einen guten Vorschlag machen.

Was meinen unsere Experten zum Lebenszyklus von IT-Systemen und Betriebssystemen? Stets up-to-date zu bleiben ist nicht nur sicherheitstechnische Pflicht und wer wissen will warum, der kann es hier nachlesen.

„Oh Gott, was das wieder kostet!“ steht jetzt sicher auf mancher Stirn geschrieben. Unsere hanseatisch-wirtschaftlichen Gedanken zum Kostensparen in genau solchen Fällen lesen Sie hier auf unserem Blog. Dort verweisen wir auch auf klare Rechenbeispiele für die Liebhaber von klaren Worten und aussagekräftigen Zahlen.

Wer es sich einfach machen will, fragt einfach unsere Fachabteilung Disposition: jetzt die 040/226163930 anrufen und den Stress mit Windows 7 loswerden.

Nochmal die Link-URLs:
https://sentinel-it.de/it-sicherheit-fuer-kleine-unternehmen-was-gehoert-unbedingt-dazu/
https://sentinel-it.de/evergreen-it-den-it-lifecycle-im-blick/
https://sentinel-it.de/it-hardware-leasing-oder-selber-kaufen-was-lohnt-sich-fuer-ihr-unternehmen/
https://blogs.windows.com/windowsexperience/2019/03/12/making-the-transition-to-windows-10-and-office-365/ 
https://www.techbook.de/apps/kostenloses-update-windows-10

Windows 7 Supportverlängerung ESU „Extended Security Updates“

Dies ist unsere zweite einfache Lösung. Einfach Windows 7 nach 2020 weiter nutzen, denn Microsofts Unternehmenskunden können sich freuen. Für Unternehmenskunden (und nur für diese) hält Microsoft eine Rettungsweste bereit. Seit dem 1. April 2019 bieten die “Windows 7 Extended Security Updates” (auch ESU genannt) eine verlängerte Verfügbarkeit von Patches bis zum Januar 2023. Die Verlängerung des Support ist kostenpflichtig und die Gebühr auf Pro-Gerät-Basis steigt jährlich, wie man hier nachlesen kann, wenngleich die Preise selbst noch nicht genannt werden. 
Hier nochmal die Link-URL: https://www.microsoft.com/en-us/microsoft-365/blog/2018/09/06/helping-customers-shift-to-a-modern-desktop/

Wer erhält Windows 7 Extended Security Updates?

Die Windows 7 ESU ist nicht für alle Nutzer verfügbar. Auch interessant: Office 365 ProPlus wird auf Geräten mit erweiterten Windows 7-Sicherheitsupdates bis Januar 2023 weiterhin ausgeführt. Die Microsoft-Expertin Mary Jo Foley hat bereits vor einem Jahr auf ZDNET die Lizenzsituation und Microsofts Pläne transparent erläutert. Die nachfolgende Tabelle gibt die Fakten wieder.

MC Lizenzvereinbarungen
Microsoft Lizenzvereinbarung

Microsoft Support-Timelines: wie steht es um die gesamte Familie?

Die Visionen bei Microsoft umfassen nicht nur die Frage nach dem modernen Desktop. Auch andere Windows-Produkte sollen vom Markt verschwinden und werden transparent mit begrenztem Support versorgt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Support Timelines von Microsoft auf.

End-of-Support der Microsoft Produktfamilie
Microsoft End-of-Support Übersicht

Quelle Microsoft Fact Sheet 1 und Fact Sheet 2.

Nochmal die Link-URLs: 
https://www.microsoft.com/en-us/microsoft-365/blog/2018/09/06/helping-customers-shift-to-a-modern-desktop/
https://support.microsoft.com/de-de/help/13853/windows-lifecycle-fact-sheet
https://support.microsoft.com/de-de/lifecycle/search/1163

Fragen Sie noch heute unsere Disposition wie Sie von Windows 7 wegkommen können: jetzt die 040/226163930 anrufen und das Problem loswerden.

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