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Zurück in die Zukunft: Hyperkonvergente Systeme (HCI) für Ihr Unternehmen

10
Okt

2017
SENTINEL
SENTINEL IT-Blog: Know-How
- Okt 2017
- Keine Kommentare

Hyperkonvergenz klingt im ersten Moment nach Science-Fiction. Wer kann sich direkt etwas unter diesem Buzzword vorstellen, das momentan die Welt der Servertechnik flutet? Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Die IT findet zu ihren eigenen Wurzeln zurück und setzt wieder verstärkt auf Komplettsysteme. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung – vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen. Lesen Sie bei uns, welchen Vorteil Sie mit hyperkonvergenter Infrastruktur haben!

Was ist Hyperkonvergenz? Server, Storage, Netzwerk und Virtualisierung in einem Gerät

Experten erwarten, dass bis zum Jahr 2019 der Markt rund um Hyperkonvergenz um bis zu 60% jährlich wachsen wird. Die Zukunft gehört also dieser Art der Servertechnik. Dabei basiert hyperkonvergente Infrastruktur auf den Anfängen der IT: Früher war es problemlos möglich, dass die Rechenleistung des Servers zusammen mit den Speicherkapazitäten und der Netzwerkverwaltung zusammen in einem Gerät schlummern. Schließlich waren die Anforderungen an die Technik damals noch viel geringer und gleichzeitig war es effizienter ein großes Gerät zu bauen, statt viele kleine. So bestanden die Anfänge der Servertechnik viele Jahre aus Großrechnern und ganzen Racks voller Hardware, die zusammen ein Gesamtsystem bildeten.

Mit steigender Leistung wurde das allerdings unmöglich: Das Storage musste ausgelagert werden, um die Serverkühlung und die Stromleistung nicht zu überfordern. Darüber hinaus wurde der Speicher zentral verwaltet, um eine Hochverfügbarkeit durch Redundanz von Bauteilen und mehreren angeschlossenen Servern zu erreichen. Daher gab es im letzten Jahrzehnt fast ausschließlich zentrale Storage-Systeme, die extern über einen SAN-Switch an die Server angeschlossen werden mussten. Der Trend der Virtualisierung hat diese Bauweise unterstützt und fortgesetzt: Dadurch, dass die eigentlichen Gast-Server unabhängig von der Hardware waren, ließen sich viele kleine Server an ein zentrales Storage anbinden.

Hyperkonvergente Infrastruktur, kurz HCI, besteht aus einem einzigen Komplettsystem, in dem der Speicher bereits integriert ist. Da alle wichtigen Systeme zentral verwaltet werden, lassen Sie sich einfacher warten und besser administrieren. Aufsetzend auf der vorhandenen Virtualisierungs-Technologie werden bei der Hyperkonvergenz die zentrale Verwaltung von Storage (Software-defined-Storage) und die Netzwerkvirtualisierung hinzugefügt, um eine vollintegrierte und zentral verwaltete Systemumgebung zu schaffen. Dabei werden die einzelnen Komponenten nicht separat verwaltet, sondern bilden eine Einheit: einen HCI „Node“. Aus mehreren „Nodes“ wird dann ein „Cluster“ gebildet, welcher insgesamt alle Ressourcen verwaltet.

Wieso sollten wir zu diesem Konzept zurückkehren?

IT-Technik hat nicht mit den Trends der Fashion-Welt zu tun, wo alles irgendwann einmal wiederkommt. Wenn eine alte Technologie aus der Kiste geholt wird, hat das meist sehr gute Gründe. Das gilt auch für hyperkonvergente Systemumgebungen. Denn in den letzten Jahren hat sich ein Komplettsystem einfach nicht gelohnt: Die erforderliche Rechenleistung für die meisten Unternehmen war zu hoch und die Mehrkosten für eine Redundanz großer Systeme signifikant, als dass ein All-in-One-Server aus Kosten-/Nutzensicht relevant gewesen wäre.

Aber mit der Virtualisierung und dem Einsatz von Cloud-Technik in der Wirtschaft sieht die Sachlage ganz anders aus. Wenn Storage und Virtualisierung auf demselben Gerät laufen, spart das Reibungsverluste zwischen den einzelnen Servern, die sonst auf dem zentralen Storage um die Bandbreite kämpfen. Hinzu kommt der Einsatz von SSDs (mehr zu Flash-Speicher) in Enterprise-Systemen, die aufgrund Ihrer hohen Reaktionszeiten den notwendigen Boost liefern, um auch große Anwendungen auf einer einzelnen Hardware laufen zu lassen. Dieser Performance-Zuwachs ermöglicht eine deutlich höhere Leistung pro Server und zusammen mit der zentralen Verwaltung aller wichtigen Funktionen wird die Serverumgebung unendlich skalierbar. Wobei wichtig ist: jeder Server übernimmt alle Funktionen. Dadurch ist auch die Hochverfügbarkeit kein Problem.

Aber natürlich gibt es auch Nachteile: Denn für kleine Unternehmen lohnt sich eine hyperkonvergente Systemumgebung kaum. Diese Serversysteme sind extrem kraftvoll und die Management-Software für die Hyperkonvergenz ist lizenzpflichtig. Dazu kommt, dass zwar der Verwaltungsaufwand gering ist, das initiale Setup allerdings recht aufwändig. Das kostet in der Anschaffung natürlich auch entsprechend viel.
Aber für mittelständische und große Unternehmen und für Cloud-Anbieter ist Hyperkonvergenz ein riesiges Thema. Wir können Ihnen also die Installation eines Hyperkonvergenten Serversystems anbieten oder Sie profitieren auf Basis unserer Cloud-Angebote von der Technologie.

Mit diesen 5 Vorteilen gewinnen Hyperkonvergente Systeme jeden Vergleich

  1. Die Systeme sind zentralisiert und damit sehr einfach zu warten. Neue Ressourcen lassen sich einfach hinzufügen und so erreichen Sie eine echte Skalierbarkeit. Bei Problemen läuft das ähnlich: Ein Node wird außer Betrieb genommen, die anderen übernehmen währenddessen den Betrieb. Noch nie war die Skalierbarkeit derart hoch, wie bei der Hyperkonvergenz.
  2. Die Ressourcen Ihres Servers werden besser ausgenutzt und perfekt verteilt. Ein Server soll viele Daten aus dem ERP verarbeiten? Dann bekommt er ganz automatisiert mehr Bandbreite und RAM zugewiesen. Das System verteilt im Hintergrund die Rechenlast über die verfügbaren Ressourcen, ohne dass Sie davon etwas mitbekommen. Das spart Kosten und Zeit.
  3. Hyperkonvergente Systeme sind perfekt dazu geeignet, viele virtuelle Desktop-Clients (mehr zu VDI hier) gleichzeitig laufen zu lassen. Ideal, wenn Sie viele Heimarbeitsplätze einrichten wollen, oder den Desktop standardisieren und so Aufwand minimieren wollen, oder Mitarbeiter auf der ganzen Welt haben. Virtuelle Desktops verhalten sich genauso wie stationäre Maschinen – arbeiten aber mit wesentlich geringeren Investitionen.
  4. Die hohe Leistungssteigerung erlaubt bei weniger Ressourcen eine höhere Performance. Im Endeffekt ist weniger Hardware notwendig, um die gleiche Leistung wie bei herkömmlichen Konzepten zu erreichen. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie leistungsintensive Applikationen betreiben und ansonsten viel in Hardware investieren müssen.
  5. Das Konzept von Hyperkonvergenten Systemen erlaubt eine hoch-performante Standortredundanz: Auf Basis dieser Technologie können Sie viele Terabyte Unternehmensdaten nahezu live an mehreren Standorten vorhalten. Bei entsprechenden Konzepten kann also ein gesamter Standort wegfallen, und Sie arbeiten nach wenigen Minuten weiter. Solche Konzepte waren, gestützt durch extrem teure Systeme, bisher den Konzernen vorenthalten. Mit Hyperkonvergenten Systemen ist die Möglichkeit der Standortredundanz auch für den Mittelstand verfügbar.

Fazit: Hyperkonvergenz – Ein Muss für größere Unternehmen und Cloud-Anbieter

Früher waren Großrechner nicht erweiterbar – und deswegen sind sie in den letzten Jahren zu Recht in Vergessenheit geraten. Die Skalierbarkeit ist heute ein Hauptkriterium für Serverumgebungen. Hyperkonvergente Systeme sind in der Architektur ähnlich der alten Großrechner, bestehen allerdings aus vielen Systemen, die identisch konfiguriert sind. Dadurch sind sie skalierbar und haben das Problem der alten Großrechner gelöst. Das hat den Trend hin zu den neuen Komplettsystemen befeuert. Denn die sind heute nicht nur wesentlich einfacher in der Handhabung, sondern lassen sich auch noch problemlos aufstocken. Der Performance-Schub rundet das Bild ab. Nie waren Ihre Systeme schneller. Sie profitieren von dieser Entwicklung bei der Beschaffung von neuen Serversystemen, oder wenn Sie mit Cloud-Hosting als Infrastructure-as-a-Service Ihre IT-Abteilung entlasten.

 

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